Gefährlicher Weg zur Apotheke  

Auch ein Unfall ändert nichts APOTHEKE ADHOC, 14.02.2018 14:22 Uhr

Berlin - Wer in die Römer-Apotheke in Rheinberg will, muss auf einen Parkplatz auf der richtigen Straßenseite hoffen. Denn sonst – so beschweren sich vor allem ältere Kunden – sei es kaum möglich, gefahrlos die Fahrbahn zu überqueren. Die Stadt kennt das Problem seit Langem, gibt aber vor, nichts daran ändern zu können. Nun wurde ein Rentner vor der Apotheke angefahren.

Die Schmerzen hätten inzwischen etwas nachgelassen, aber der Schreck stecke ihm noch in den Knochen, berichtet der 81-jährige Theo Horster der Rheinischen Post. Vor rund einer Woche wurde er in Höhe der Römer-Apotheke von einem Auto angefahren. „Ich hatte morgens um acht Uhr einen Termin bei meinem Hausarzt“, erzählt er. Als er die Straße fast überquert hatte, habe ihn ein vorbeifahrendes Auto erfasst. „Der Fahrer erwischte mich mit dem Außenspiegel am Arm - so heftig, dass der Spiegel abgerissen ist. Und ich wurde zu Boden gerissen“, so Horster.

Benommen sei er mit Hilfe anderer Passanten in die Römer-Apotheke gebracht worden und habe dort für kurze Zeit das Bewusstsein verloren. „Zum Glück kam gerade in diesem Moment mein Arzt in die Apotheke. Er kümmerte sich sofort um mich“, wird der 81-Jährige zitiert, der Prellungen und Hämathome davontrug. „Die Römerstraße ist wirklich gefährlich, vor allem für ältere Menschen, die dort die Straße überqueren müssen, um zum Arzt oder zur Apotheke zu gelangen“, berichtet das Unfallopfer. „Ich finde, dass dort etwas passieren muss. Ein Tempolimit auf 30 km/h oder es muss ein Zebrastreifen her.”

Dieser Meinung ist auch Norbert Reimann, der bereits vor einem halben Jahr auf die problematische Verkehrssituation hingewiesen hat. Er forderte, dass die Stadt Maßnahmen wie beispielsweise eine Querungshilfe, ein Zebrastreifen oder auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung, ergreift.

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