Risiken und Nebenwirkungen

Ärzte warnen vor Shisha-Trend dpa, 03.01.2018 13:03 Uhr

Risiken und Nebenwirkungen - Ein süßliches Aroma wabert durch die Luft, begleitet von einem gemütlichen Blubbern. „Die dürfen eigentlich nur mit Kräutermischungen verwendet werden“, empört sich Siegfried Ermer, Bundesvorsitzender von Pro Rauchfrei. Gemeint sind die arabischen Wasserpfeifen in den Shisha-Bars. „Wir haben in Bayern jetzt etliche Shisha-Bar-Betreiber, die Tabak verwenden, abgemahnt“, berichtet Ermer. „Viele Ordnungsämter sind zu lasch und wollen gar nicht wissen, was in den Shisha-Bars passiert“, kritisiert er. „Wir setzen zum Teil Detektive ein, um die Verstöße nachzuweisen.“

Vor einigen Wochen hat die Düsseldorfer Uniklinik Alarm geschlagen: Immer mehr Shisha-Raucher müssten mit lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen in der Druckkammer behandelt werden. In diesem Jahr seien es bereits fast 40 Wasserpfeifen-Raucher gewesen – vor zwei Jahren war es erst einer.

Das Risiko dürfte jetzt in der kalten Jahreszeit ansteigen, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln. In geschlossenen Räumen steigt die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung bekanntlich deutlich an.

Tückisch: Die frühen Anzeichen einer Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen werden beim Shisha-Rauchen meist auf den Tabak zurückgeführt. Die Ärztekammer Nordrhein fordert nun Kohlenmonoxid-Melder als Pflichtgerät für jede Shisha-Bar, um rechtzeitig Alarm zu schlagen. In vielen Lokalen werde rund um die Uhr Wasserpfeifenkohle verbrannt, was den Kohlenmonoxid-Gehalt darin in die Höhe trei

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