Gesunde Ernährung

Ärzte und Apotheker sind wichtigste Informationsquelle

, Uhr
Bad Rothenfelde -

Die Menschen in Deutschland wollen einer neuen Studie zufolge mit Hilfe ihrer Ernährung gesund alt werden - aber nicht um jeden Preis. 74 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass die Ernährung einen großen Einfluss auf die Gesundheit habe, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Lebensmittel- und Tiernahrungsherstellers Heristo AG aus Bad Rothenfelde bei Osnabrück ergab. 75 Prozent achten demnach heute stärker auf ihre Ernährung als noch vor einigen Jahren. Die Bereitschaft, dafür höhere Preise zu akzeptieren, ist allerdings begrenzt.

Das Ziel, gesund alt zu werden, ist der Umfrage zufolge keinesfalls ein Thema nur für ältere Menschen. Immerhin 60 Prozent der 16- bis 29-Jährigen würden Geld für gesunde Ernährung ausgeben. Zwar spiele die geistige und körperliche Fitness bei älteren Menschen mit 89 und 83 Prozent eine größere Rolle, aber bei Jüngeren seien dies die mit Anteilen von 66 und 71 Prozent am häufigsten genannten Faktoren für gesundes Altern.

Ärzte und Apotheker genießen Vertrauen

Vor allem Ärzte und Apotheker sind für mehr als die Hälfte der Befragten die wichtigste Informationsquelle. Social Media und Influencer liegen mit einem Anteil von 14 Prozent knapp vor der Werbung der Hersteller am Ende des Rankings. Viele Menschen wünschen sich laut Umfrage mehr unabhängige Informationsquellen.

Aufpreis von fünf Prozent meist akzeptiert

Viele Befragte würden der Untersuchung zufolge bis zu fünf Prozent mehr für sogenannte gesund erhaltende Produkte zahlen – höhere Aufpreise von zehn Prozent oder sogar mehr werden demnach wesentlich seltener akzeptiert. Als stärkstes Argument für einen Aufpreis gelten natürliche Zutaten, aber auch etwa weniger Zucker. Mit steigendem Alter wächst der Anteil derjenigen, die keinen Aufpreis akzeptieren wollen. Immerhin zwei Drittel bevorzugen proteinreiche Alltagslebensmittel wie Eier, Fleisch und Milchprodukte – statt Proteinpräparate.

Der Ernährung werde alters- und geschlechtsübergreifend eine zentrale Rolle zugemessen, betonte der mit der Studie befasste Ernährungswissenschaftler Tilman Grune vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Allerdings: Weniger als die Hälfte der Befragten findet es leicht, sich im Alter gesund zu ernähren.

Für die Untersuchung wurden im April und Mai rund 2000 Menschen in Deutschland im Alter von 16 bis 69 Jahren vom Marktforschungsunternehmen Kantar befragt. Die Befragung erfolgte in vier Altersgruppen – Generation Z (16 bis 29 Jahre), Generation Y (30 bis 44 Jahre), Generation X (45 bis 59 Jahre) und Babyboomer (69 bis 70 Jahre).

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Häufig unwohl, niedergeschlagen und kraftlos
Studie: Jeder Siebte Azubi ist mental belastet
21 Betriebe in zwei Jahren
Apothekensterben in München
Mehr aus Ressort
Einnahme nur unter ärztlicher Aufsicht
Bundesamt: Kein Lithium zur Nahrungsergänzung
Dafür mehr Stunden in Teilzeitbeschäftigung
Rekord bei Teilzeit: Industrie verliert Vollzeitstellen

APOTHEKE ADHOC Debatte