Versandapotheken

Zur Rose: Weniger Umsatz und Stagnation bei Kunden

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Berlin -

Zur Rose hat im ersten Halbjahr in Deutschland weniger umgesetzt. Die Nachricht trifft den schweizerischen DocMorris-Mutterkonzern nicht überraschend. Im Fokus stehen nach dem Rekordverlust in 2021 die verschiedenen Kosteneinsparungen und Optimierungen, um die geplante Gewinnschwelle nun doch in 2023 erreichen zu können.

In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete Zur Rose hierzulande 594,3 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 613,6 Millionen Euro). Das entspricht einem Minus von knapp 4 Prozent. Der Rückgang sei erwartet worden, heißt es in Frauenfeld. Der Gesamtumsatz lag mit rund 963,9 Millionen Euro etwa auf Vorjahresniveau. Die Zahl aktiver Kunden stagnierte im Vorjahresvergleich bei 11,7 Millionen.

Zur Rose ist derweil damit beschäftigt, die Bruttomarge zu verbessern, um den Break-Even nun doch im kommenden Jahr und nicht wie im März angekündigt, erst 2024 zu erreichen. Unter anderem soll die Produktion durch das neue Logistikzentrum in Heerlen verbessert werden. Damit sollen jährliche Einsparungen in Höhe von 10 Millionen Schweizer Franken erzielt werden. Der Automatisierungsgrad der Logistik wird laut Konzernangaben von 50 Prozent auf 70 Prozent erhöht und die Kapazität von 12 Millionen auf 27 Millionen Pakete pro Jahr mehr als verdoppelt. Der Standort verfüge daher über ausreichende Kapazitäten für die Skalierung des E-Rezept-Aufkommens sowie die Abwicklung des Medpex-Volumens.

Denn die Marke Medpex wird jetzt auch operativ bei DocMorris in Heerlen integriert, weil die Stifts-Apotheke in Ludwigshafen und das dazugehörige Versandgeschäft Ende Oktober geschlossen werden. Der Logistikstandort in Ludwigshafen bleibe bestehen und werde für Aufträge nicht-pharmazeutischer Produkte in Deutschland mit einer Kapazität von 7 Millionen Paketen pro Jahr genutzt. Zur Rose hatte die deutsche Versandapotheke von Inhaberin Christiane Bülow-Bichler 2018 übernommen. Durch die Integration sind Einsparungen von 8 Millionen Schweizer Franken geplant. Von den 350 Angestellten sollen 200 übernommen werden. Für die weiteren Pläne sei kein neues Kapital nötig.

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