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Vom Sportcoupé zur Homöopathie

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„Herba est ex luce“ - die Heilpflanze bezieht ihre Kraft aus dem Sonnenlicht. Die Anfangsbuchstaben des lateinischen Spruchs bilden den Namen des Arzneimittelherstellers Biologische Heilmittel Heel. Gegründet 1936, ist das deutsche Unternehmen weltweit zum zweitgrößten Produzenten homöopathischer Medikamente aufgestiegen. Nur der französische Hersteller Boiron setzt mehr mit homöopathischen Arzneimittel um.

Seit 1977 gehört Heel zu 100 Prozent zum Imperium des BMW-Großaktionärs Stefan Quandt. 1989 wurde die erste Tochterfirma von Heel in Spanien gegründet, inzwischen wird auch in den USA und in Belgien produziert. Seit mehr als neun Jahren steht Ralph Schmidt an der Spitze von Heel, der zuvor als Manager bei der Imbiss-Kette Nordsee gearbeitet hatte. Heute zählt Heel insgesamt 1300 Angestellte, 800 davon sind am Stammsitz in Baden-Baden beschäftigt.

Im vergangenen Jahr hatte Heel 173 Millionen Euro umgesetzt - 7 Millionen Euro weniger als 2008. Grund seien regulatorische Bestimmungen in Osteuropa, insgesamt habe man die Wirtschaftskrise aber unbeschadet überstanden, heißt es bei Heel. Mit etwa 70 Prozent macht Heel den größten Teil seines Umsatzes im Ausland. Exportiert wird in mehr als 50 Länder, die wichtigsten Abnehmer sind Osteuropa und die USA.

Im vergangenen Jahr hat Heel 67 Millionen Ampullen, 238 Tonnen Liquida, 780 Millionen Tabletten sowie 347 Tonnen Salben und Gele hergestellt. 716 verschiedene Präparate wurden in 4299 unterschiedlichen, länderspezifischen Packungen ausgeliefert. Das erfolgreichste Medikament ist Traumeel, gefolgt von Neurexan und Engystol. Traumeel ist gleichzeitig der Klassiker des Konzerns: Die Salbe wird seit mehr als 60 Jahren hergestellt.

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