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DHL testet Drohnen-Apotheke

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Berlin -

Die Deutsche Post will ab Montag in Bonn Arzneimittel mit einer Drohne verschicken. Die Aktion sei Teil eines Forschungsprojekts und werde für fünf Tage getestet, sagt eine DHL-Sprecherin. Das gelbe Fluggerät ist mit vier Rotoren ausgestattet und soll Erkältungsmittel über die andere Rheinseite transportieren. Bislang sei nicht geplant, die Drohne im regulären Betrieb einzusetzen.

Die Medikamente werden von einer rund zwei Kilometer entfernten Apotheke zur Zentrale des Logistikkonzerns der Deutschen Post geflogen. Dazu muss der sogenannte „Paketkopter“ den Rhein überqueren.

Der erste Start ist für Montagmittag geplant. Wie lange die Drohne für die Strecke braucht, kann man bei DHL noch nicht absehen. Pro Tag sei für den Transport ein Zeitfenster von zwei Stunden eingeplant.

Die Aktion sei Teil einer Mitarbeiterdemonstration und kein etablierter Lieferservice, betont die Sprecherin. Vorstellbar sei ein künftiger Einsatz des Lieferservices etwa für besonders eilige Medikamente oder für Patienten in geographisch abgelegenen Regionen.

Für das Projekt hatte DHL zuvor Apotheken in Reichweite angeschrieben: „Wir suchen eine Partner-Apotheke, um eine spezielle Art der Belieferung speziell für Mitarbeiter des Post Towers zu testen.“ Der Test werde ein entsprechendes Presse-Echo auslösen, hieß es.

Welche Apotheke den Zuschlag bekommen hat, wollte die Sprecherin nicht verraten. Das Projekt stehe noch ganz am Anfang. Hersteller des Fluggeräts ist das nordrhein-westfälische Unternehmen Microdrones.

Der Internetkonzern Amazon hatte Anfang der Woche mitgeteilt, an Drohnen für die Paketversendung zu arbeiten. Laut DHL ist die Aktion in Bonn schon länger angesetzt. Medienberichten zufolge denkt auch der weltgrößte Paketdienst UPS über den Einsatz fliegender Transportroboter nach.

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