Generikahersteller

Stada: Albrecht macht Vietnam klar APOTHEKE ADHOC, 22.01.2018 18:28 Uhr

Berlin - Trennen, aber langsam – nach diesem Muster hat der neue Stada-Chef Claudio Albrecht den Vietnam-Markt für Stada wieder glattgezogen. Die seit 1995 bestehende Kooperation mit Khuong Duy hat in der bisherigen Form keinen Bestand mehr. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) werde Stada Vietnam auch bilanziell nicht mehr als verbundenes Unternehmen behandelt.

Allerdings hat Albrecht dafür gesorgt, dass in den kommenden beiden Jahren das bisherige Joint Venture weiterlaufe. Die zweite Kooperation zwischen Stada und Vietnam mit dem Hersteller Pymepharco läuft weiter wie bisher. Dass sich Claudio Albrecht so hinter die Vietnam-Geschäfte geklemmt hat, liegt auch an deren wachsendem Wert für Stada. Mittlerweile ist der vietnamesische Markt für die Zentrale in Bad Vilbel der achtgrößte. Stada will die kommenden zwei Jahre nutzen, um den Umsatz zu halten, nebenbei ein eigenes Vertriebsnetz aufbauen, weitere Produkte auf den Markt bringen und dann in drei Jahren das Wachstum wieder ankurbeln. Dafür hat Stada auch Kontakte zur vietnamesischen Regierung geknüpft.

Und Albrechts Pläne gehen weiter. Vergleicht er Stada mit dem weltgrößten Generikahersteller Teva, dann erzielt sein Unternehmen mit gut zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2016 ein Zehntel dessen, was Teva schafft. Um diesen Abstand zu verringern, will Albrecht mehrere Markenprodukte auf den europäischen Märkten noch weiter verbreiten. Den Anfang hat jetzt das Läusemittel Hedrin gemacht, bis zum Sommer 2018 sollen noch drei bis vier weitere Produkte folgen.

Außerdem hat Albrecht die vorderasiatischen Märkte ins Visier genommen. Denn in Dubai, Iran, Irak, Ägypten, der Türkei und Algerien leben bis zu 400 Millionen Menschen, stellen also einen riesigen Absatzmarkt dar. In den Iran sollen noch in 2018 erste Arzneilieferungen erfolgen. Auf dem europäischen Markt wiederum will Stada seine Generikaprodukte in Großbritannien breiter aufstellen. Die Unternehmensziele von Albrecht lässt er im Interview mit der FAZ nicht ohne Lob an seinen Vorgänger Retzlaff veröffentlichen. Der Mann habe schließlich aus einem Unternehmen mit 90 Millionen Euro einen Milliardenkonzern gemac

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