Verpackungshersteller

Schott bringt Pharmasparte an die Börse

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Berlin -

Im vergangenen Jahr hat der Mainzer Spezialglashersteller Schott seinen Geschäftsbereich Pharma ausgegliefert, jetzt kommt die Sparte an die Börse.

Knapp 35 Millionen Aktien sollen ausgegeben werden, sodass der Streubesitz am Ende bei 23 Prozent liegen könnte. Der Mutterkonzern will auch künftig Großaktionär bleiben. Bei einer Preisspanne von 24,50 bis 28,50 Euro pro Aktie könnte das Emissionsvolumen zwischen 849 und 987 Millionen Euro liegen und Schott Pharma zwischen rund 3,69 und 4,29 Milliarden Euro bewertet werden.

„Der heutige Tag bringt uns dem Ziel eines Börsengangs von Schott Pharma einen großen Schritt näher. Dieser wird das Wachstum der Schott AG und von Schott Pharma weiter beschleunigen und die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie unseres Konzerns unterstützen“, so CEO Dr. Frank Heinricht.

„Wir haben sehr gutes Feedback aus dem Markt erhalten, sowohl zu unserem Geschäftsmodell und unserer sehr erfolgreichen Entwicklung als auch zu unseren Wachstumsplänen“, sagt Andreas Reisse, CEO von Schott Pharma. „Jetzt freuen wir uns darauf, mit Investoren auf der ganzen Welt in konkrete Gespräche einzusteigen.“

Als Ankerinvestor hat sich Qatar Holding verpflichtet, Aktien im Gesamtwert von 200 Millionen Euro zum endgültigen Angebotspreis zu erwerben, das sind knapp 5 Prozent des Aktienkapitals. Die Aktien werden zunächst nur privaten Anlegern und Investmentgesellschaften in Deutschland sowie über Privatplatzierungen institutionellen Investoren in ausgewählten
Märkten außerhalb Deutschlands angeboten; Angebot und Börsenzulassung stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Der Umsatz von Schott Pharma mit Hauptsitz in Mainz war laut Schott in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, im Geschäftsjahr 2022 lag er bei 821 Millionen Euro. In 16 Werken in Europa, Nord- und Südamerika und Asien werden die Produkte hergestellt, zu den 1800 Kunden gehören nach Unternehmensangaben die 30 führenden Pharmahersteller injizierbarer Medikamente. Die Produkte reichen von Fläschchen über Glas- und Polymerspritzen bis hin zu Ampullen. Die Schott AG gehört zur Carl-Zeiss-Stiftung.

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