Versender erhöht Prognose

Redcare: Wieder zweistelliger Millionenverlust

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Berlin -

Redcare (früher Shop Apotheke) hat nach einem starken zweiten Quartal und einer vor Kurzem besiegelten Partnerschaft mit Galenica die Prognose erhöht. Allerdings weist der Versender erneut einen hohen Verlust aus.

Mit einem Fehlbetrag von 14 Millionen Euro steuert Redcare erneut auf ein fettes Minus zum Jahresende zu. Allerdings wurden die Verluste deutlich eingedämmt: Im ersten Halbjahr 2022 hatte unter dem Strich noch ein Minus von 48 Millionen Euro gestanden, zum Jahresende wies das Unternehmen ein Defizit von 78 Millionen Euro aus.

Vor allem auf der Einnahmeseite läuft es gut, was nicht alle Versender derzeit von sich behaupten können. Nach einem Plus von 25 Prozent auf 661 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten will das Management den Umsatz mit frei verkäuflichen Produkten im Gesamtjahr um 20 bis 30 Prozent steigern. Bisher hatte das Management in dem Bereich ein Wachstum von 10 bis 20 Prozent angepeilt. Zum Rx-Geschäft, das alleine durch die Integration der Galenica-Tochter Mediservice zuletzt um 60 Millionen Euro gewachsen ist, gab es keine Prognose.

Zudem rechnet Redcare mit einer höheren Marge als zuletzt. Die um Sondereffekte bereinigte Marge basierend auf dem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde jetzt zwischen 1,5 und 3 Prozent erwartet – bislang hatte der Konzern hier einen Wert zwischen 0,5 und 2,5 Prozent anvisiert. Auch unter dem Strich dürfte es dann deutlich besser aussehen als im Vorjahr. Ein Gewinn dürfte aber noch in weiter Ferne liegen.

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