OTC-Hersteller

J&J: Noch kein neuer Vertriebsleiter

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Berlin -

Bei Johnson & Johnson (J&J) gibt es noch keinen neuen Vertriebsleiter für das Apothekengeschäft: Marketingleiter Peter Urban leitet die freie Stelle weiter interimsmäßig. Das berichtet PHARMA ADHOC.

Im Mai war Werner Nuxoll als Sales Director Pharmacy bei J&J ausgeschieden. Bevor er 1994 zum US-Konzern gekommen war, hatte er für Jacobs Suchard und Mülhens (4711) gearbeitet. In Neuss war er fast 15 Jahr lang für den Mass Market zuständig, bevor 2009 das Apothekengeschäft übernahm.

Urban hatte den Posten des Vertriebsleiters interimsmäßig übernommen. Der gelernte Bankkaufmann begann seine Karriere 2004 bei McNeil; nach einem Zwischenstopp bei Klosterfrau kam er 2011 zurück nach Neuss und übernahm den Bereich Customer und Shopper OTC. Über Stationen im Business Development sowie in den Indikationen Analgetika und Erkältung/Allergie erhielt er Mitte 2015 als Business Unit Director OTC den Marketingbereich für zwölf Länder.

Sein jüngster Coup ist ein TV-Spot für Dolormin extra, mit dem J&J zum Seitenhieb gegen die ungeliebte Konkurrenz ausholt: „Generika dürfen in ihrer Wirkstoff-Verfügbarkeit bis zu 25 Prozent vom Original abweichen“, heißt es. Der Spot wird seit Anfang Oktober ausgestrahlt; auf YouTube gibt es eine etwas längere Version des Spots mit 26 statt 20 Sekunden.

In der deutschen Geschäftsführung verantwortet Renate Hähnel das OTC-, Hautpflege- und Consumer-Portfolio in Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux. Außerdem sind in der deutschen Niederlassung in der Geschäftsführung Mirko Buschhaus, European Tampon Manufacturing Director, und Wolfgang Monschau, der für die Finanzen zuständig ist, tätig. Luc Huys wurde im vergangenen Jahr als Vorsitzender der Geschäftsführung von Jan Meurer abgelöst.

J&J kommt in den deutschen Apotheken auf Erlöse von rund 200 Millionen Euro auf Basis der Verkaufspreise (AVP), davon entfallen rund 50 Millionen Euro auf Dolormin, jeweils rund 30 Millionen Euro auf Regaine, Nicorette und Imodium, rund 20 Millionen Euro auf Olynth sowie jeweils rund 10 Millionen Euro auf Livocab und Microklist.

Kleinere Marken sind Reactine, Hexoral, Daktar, Epi Pevaryl, Imogas, Nizoral, Terzolin und Visine. Im Mass Market werden außerdem Compeed, Listerine, Neutrogena, o.b. und Penaten vertrieben. Von der Konzerntochter Lifescan kommen die Blutzuckerteststreifen der Marke One Touch.

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