Nahrungsergänzung  in der Schwangerschaft

„Mama-Monitor“: Umfrage zeigt Lücken in der Versorgung Cynthia Möthrath, 07.10.2019 14:08 Uhr

Berlin - Bayer startete mit dem sogenannten „Mama-Monitor“ eine eine repräsentative Umfrage unter Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und stillenden Müttern. Sie zeigt zwar, dass die meisten Frauen die Bedeutung einer guten Nährstoffversorgung während der Schwangerschaft kennen. Während der Kinderwunschphase und in der Stillzeit herrscht jedoch häufig noch Unwissenheit.

Für den Mama-Monitor wurden im Juli und August von Bayer 2000 Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren befragt: Ziel der Umfrage war herauszufinden, welchen Stellenwert eine gesunde Ernährung sowie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Stillende in Deutschland hat. Das Ergebnis: Vielen Frauen ist nicht bewusst, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht erst in der Schwangerschaft, sonder bereits in der Kinderwunschphase von großer Bedeutung ist.

So zeigten die Ergebnisse der Umfrage, dass die Anzahl der Verwenderinnen von Nahrungsergänzungsmitteln in der Kinderwunschphase mit 58 Prozent deutlich geringer ist als während der Schwangerschaft, in der 86 Prozent Supplemente einnahmen. Gleiches gilt für die Stillzeit: In dieser Phase des erhöhten Nährstoffbedarfs verwenden grade einmal gut die Hälfte der Frauen Nahrungsergänzungsmittel für eine optimale Versorgung von Mutter und Kind.

„Die Ergebnisse des Mama-Monitors zeigen einen positiven Trend. Sie machen aber auch deutlich, dass weiterhin intensive Aufklärungsarbeit geleistet werden muss“, erklärte Gynäkologe Dr. Matthias Krick aus Moers. Sein Rat: „Frauen ab Mitte 20 sollten immer wieder aktiv auf das Thema Mikronährstoff-Versorgung angesprochen werden.“ Eine gute Gelegenheit dafür sei die jährliche Vorsorgeuntersuchung. Dabei mache Krick regelmäßig deutlich, wie wichtig beispielsweise eine gute Versorgung mit Folsäure zu Beginn der Schwangerschaft sei, weil sich damit Neuralrohrdefekte weitgehend vermeiden ließen.

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