Husten- und Bronchialtee: Testsieger nur „ausreichend“

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„ungenügend“

Der H&S Arzneitee Nr. 8 erhielt das Gesamturteil ungenügend – es wurden Höchstmengenüberschreitungen von Pestizidrückständen gefunden, der PA-Anteil ist ebenfalls erhöht. Der Verweis bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt zu konsultieren fehlt laut Öko-Test auf den Umverpackungen – H&S dementiert dies: Diese Hinweissätze seien vorgeschrieben und auf jedem Umkarton aufgedruckt. Laut Hersteller konnten die von Öko-Test analysierten Pestizide in der Mischcharge, aus der der getestete Tee stammen sollte, nicht nachgewiesen werden – H&S konnte intern keine Mängel feststellen. Eine Tasse kostet 0,20 Euro. In der losen Teemischung von Klenk wurden neun verschiedene Pestizide nachgewiesen – zwei in erhöhten Mengen, eins in stark erhöhter Menge. Auch hier wurde ein zu hoher PA-Gehalt festgestellt. Auf den letzten Plätzen landen die Salus Kräutertees Nr. 8 und Nr. 9a. Beide Tees enthalten einen zu hohen Anteil an Pflanzengiften. Pestizide konnten in beiden Tees nachgewiesen werden. Im Kräutertee Nr. 8 wurden Glyphosat und DEET nachgewiesen.

Öko-Test betont, dass das Trinken von Süßholz in Schwangerschaft und Stillzeit unterlassen werden sollte. Ein dauerhafter Genuss könnte darüber hinaus zu einem Kaliumverlust und einem daraus resultierenden Blutdruckansteig führen. Menschen mit Hypertonie sollten Mischungen ohne die Wurzel bevorzugen.

Die Einstufung eines Tees als Arzneimittel oder als Lebensmittel unterliegt unterschiedlichen Regularien: Die für Arzneimittel sind im Arzneimittelgesetz (AMG) geregelt. Für Lebensmittel gibt es hinsichtlich Qualität und Kennzeichnung andere Vorgaben. Ein Arzneitee muss Grenzwerte für wirksame Bestandteile einhalten, diese sind dem Analysenzertifikat zu entnehmen (kann bei Ware für die Freiwahl angefordert werden). So müssen Teemischungen mit ätherischen Ölen beispielsweise in Plastik-Sachtes verpackt sein – nur so kann der ausreichende Gehalt an ätherischen Ölen gewährleistet werden.

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