Gehe unter Wasser | APOTHEKE ADHOC
Hochwasser

Gehe unter Wasser

, Uhr aktualisiert am 10.06.2013 17:43 Uhr
Berlin -

In Halle ist die Gehe-Niederlassung vom Hochwasser erwischt worden: Derzeit können von dort keine Arzneimittel ausgeliefert werden. „Die sind komplett abgesoffen“, erzählt ein Apotheker aus der Saalestadt. Apotheken müssen seit vergangenem Dienstag bis spätestens 12 Uhr bestellen, wenn sie noch am selben Tag beliefert werden wollen. Die Medikamente kommen aus der Niederlassung in Dresden.

Die Gehe-Niederlassung liegt im Norden Halles direkt an der Saale und war vom Hochwasser betroffen. In der vergangenen Woche kämpfte man gegen die Wassermassen: „Trotz einem dramatischen Anstieg des Hochwassers in Halle ist es unseren Mitarbeitern mit tatkräftiger Unterstützung der freiwilligen Feuerwehr gelungen, die Niederlassung in Halle zu retten“, hieß es in einer Mitteilung an die Apotheker. Seit Donnerstag gingen die Pegel des Hochwassers zurück. „Unsere Hoffnung stützt sich nun auf die Widerstandsfähigkeit der Deiche!“

Die Apotheken können seit letzter Woche von der Niederlassung aus nicht mehr beliefert werden. Trotzdem versuchte der Großhändler, die Versorgung aufrecht zu erhalten: Die Lieferfähigkeit in der Region habe man aufgrund des Niederlassungsverbundes und des Einsatzes der Kollegen sichern können, so eine Gehe-Sprecherin.

Die Niederlassungen in Dresden und Magdeburg sind von dem Hochwasser nicht betroffen und konnten einspringen. Apotheker in Halle müssen nach wie vor bis 12 Uhr bestellen. Dann erhalten sie die Ware am Nachmittag aus Dresden. Spätere Bestellungen können erst am nächsten Tag beliefert werden.

Am Freitag konnte jedoch selbst diese Notbelieferung nicht mehr aufrecht gehalten werden: Der Großhändler informierte die Apotheken, dass es keine Lieferung bis 12 Uhr gebe. Die reguläre Belieferung an der Warenschleuse werde aber sichergestellt. War dies nicht möglich, erhielten Apotheken die Ware bis Montag.

Inzwischen laufen der Gehe-Sprecherin zufolge die Aufräum- und Instandhaltungsarbeiten in der Niederlassung auf Hochtouren. „Aus Halle gibt es mittlerweile auch gute Nachrichten, die Niederlassung ist frei von Wasser und die Zufahrtswege sind wieder befahrbar.“

Die Auslieferung nach Halle soll schnellstmöglich wieder hergestellt werden. Ab wann die Versorgung wieder reibungslos laufen wird, kann man beim Großhändler allerdings noch nicht sagen. „Die Herausforderung liegt in der Abtrocknung unserer Trafoanlagen“, heißt es aus der Niederlassung. Erst dann könne mit der Stromversorgung auch die Inbetriebnahme der technischen Geräte gewährleistet werden.

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