Gefährliche Kosmetika

dm & Co. überführen Amazon Marketplace APOTHEKE ADHOC, 04.06.2018 09:01 Uhr

Berlin - Wer sich Kosmetika aus fernen Ländern auf Amazon Marketplace bestellt, lebt mitunter gefährlich. Viele Produkte entsprechen nicht der EU-Verordnung und gefährden die Gesundheit, schreibt der Spiegel.

Die Parfümeriekette Douglas und die Drogerieketten dm und Rossmann taten sich nach einem Bericht des Magazins zusammen und ließen bei Amazon Marketplace feilgebotene Artikel vom darauf spezialisierten Unternehmen Sefiro testen. Ergebnis: Von 24 unter die Lupe genommenen Produkten galten gerade einmal zwei als in Deutschland uneingeschränkt verkehrsfähig. Bei den übrigen 22 wurden 93 Verstöße gegen die EU-Kosmetikverordnung festgestellt.

„Weisy Breast Ätherisches Öl“ versprach eine „Thorax-Verbesserung“, gemeint war eine Brustvergrößerung. Die Tester fanden vier nicht angegebene Allergene. Im „Honolulu Bronzing Powder“ wurden Parabene nachgewiesen. Die Konzentration dieser speziellen Konservierungsstoffe lag weit über der zulässigen Höchstkonzentration. Auch die in Deutschland geltenden Bleiwerte wurden überschritten. Das „Arganöl Shampoo gegen Haarausfall“ stimmte gar nicht mit dem auf Amazon Marketplace beworbenen Mittel überein. Das Shampoo wies viele nicht deklarierte Inhaltsstoffe auf, Arganöl war jedoch nicht nachzuweisen.

Sei keine in der EU ansässige Firma genannt, die für mögliche Rechtsverstöße hafte, sei zu befürchten, dass die Produkte auch nicht beim Cosmetic Products Notification Portal der EU registriert seien, so der Spiegel. Somit seien auch die Inhaltsstoffe nicht bekannt, was die Erstintervention etwa bei einem Giftnotfall erschweren würde.

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