Dermapharm: Steuer frisst Gewinn

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Berlin -

Eine höhere Steuerlast hat bei Dermapharm den Gewinnanstieg aus dem operativen Geschäft im ersten Halbjahr wieder zunichte gemacht. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 39,1 Millionen Euro und damit knapp 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die im SDax gelistete Gesellschaft am Mittwoch in Grünwald mitteilte.

Nachdem Dermapharm bereits im August vorläufige Zahlen vorgelegt und seine Jahresprognose angehoben hatte, bestätigte der
Vorstand am Mittwoch seine neuen Ziele. Allerdings betonte er, dass die Prognose wegen der Corona-Pandemie unter einer erhöhten Unsicherheit stehe.

Für das laufende Jahr peilt Vorstandschef Hans-Georg Feldmeier weiterhin ein Umsatzplus von 12 bis 15 Prozent an. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) soll um 8 bis 10 Prozent zulegen. Im ersten Halbjahr steigerte Dermapharm seinen Umsatz – wie bereits bekannt – um 13,5 Prozent auf 378,2 Millionen Euro. Dabei kam der Gesellschaft zugute, dass die neue Tochter Allergopharma erstmals in die Konzernzahlen einging. Das bereinigte Ebitda legte lediglich um 1,8 Prozent auf 91,7 Millionen Euro zu.

Dermapharm konzentriert sich auf zahlreiche Nischenprodukte ohne Patentschutz. Dazu gehören elektronische Insektenstich-Heiler, Vitamine und medizinisches Cannabis. Viele Produkte stammen aus eigener Produktion.

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