Parallelhandel

Börsengang: Importeur Abacus wagt neuen Anlauf Tobias Lau, 14.05.2019 08:57 Uhr

Berlin - Abacus will seinen verschobenen Börsengang nachholen: Bis Ende Juni will der dänische Reimporteur im Prime Standard der Frankfurter Börse notiert sein und mindestens 50 Millionen Euro einsammeln. Es wäre der erste derartige Börsengang in diesem Jahr. Den letzten Anlauf hatte Abacus Ende Oktober wegen des schwierigen Marktumfeldes abgeblasen.

Für den zweiten Versuch hat Abacus die Erwartungen hochgeschraubt: Statt wie zuvor 40, will der auf Hochpreiser spezialisierte Importeur nun mindestens 50 Millionen Euro einsammeln. Gleichzeitig sollen es dieses mal weniger Anteile sein: Statt wie zuvor 50 Prozent soll der Streubesitz dieses mal nur 45 Prozent betragen. Die Gründerfamilie um Vorstandschef Flemming Wagner will auch nach dem Börsengang weiter die Mehrheit besitzen. Im Moment hält sie 91,6 Prozent der Anteile, die restlichen 8,4 Prozent seien in der Hand „unternehmensnaher Personen“.

Es wäre dieses Jahr der erste deutsche Börsengang im Prime Standard, dem besonders stark regulierten Segment für möglichst attraktive Unternehmenspapiere. Das eingenommene Geld will Abacus in neue Märkte und Lizenzen stecken. „Wir haben eine klare Marktstrategie, die wir mithilfe unserer Expertise in den Bereichen Datenanalyse und Sourcing zielgerichtet umsetzen“, sagt Flemming Wagner. „Wir werden in Einkaufskapazitäten und neue Produktlizenzen investieren. Zudem wollen wir die globale Marktpräsenz unseres attraktiven und hochgradig synergetischen Aposave-Geschäfts ausbauen.“

Die Tochterfirma Aposave bietet Vergleichspräparate für klinische Studien sowie Managed-Access-Programme an und beteiligt sich am Handel mit unlizenzierten Arzneimitteln. Die Anzahl klinischer Studien zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte nehme stetig zu. Dies führe zu einer wachsenden Nachfrage nach Vergleichspräparaten für das Testen neuer Therapien im Vergleich mit vorhandenen Produkten. Entsprechend könne Aposave seit 2016 wachsende Umsätze vorweisen. Den gesamten adressierbaren Markt für den Handel mit unlizenzierten Arzneimitteln schätzt Abacus auf 5 bis 10 Milliarden US-Dollar.

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