Pharmakonzerne

Bayer verdient deutlich weniger, operative Ziele erreicht dpa/APOTHEKE ADHOC, 27.02.2019 10:43 Uhr

Leverkusen - Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat im vergangenen Jahr die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte abgeschlossen und deutlich weniger verdient. Unter dem Strich brach der Gewinn um rund drei Viertel auf 1,7 Milliarden Euro ein.

Neben Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto belasteten Abschreibungen auf Firmenwerte im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten, da sich Bayer hier von weniger gut laufenden Bereichen trennen will. „Dadurch werden wir fokussierter, schlagkräftiger, agiler und wettbewerbsfähiger“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann. Zu den Portfoliomaßnahmen gehört insbesondere die beschlossene Trennung von der Geschäftseinheit Animal Health sowie von den Consumer-Health-Marken Coppertone und Dr. Scholl’s. Außerdem ist der Verkauf des 60-prozentigen Anteils am deutschen Standortdienstleister Currenta geplant. Zudem floss nicht mehr die ehemalige Tochter Covestro ein. Der Umsatz legte dank der Monsanto-Übernahme im abgelaufenen Jahr um rund 13 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro zu.

Ein Umsatzplus bescherten dem Konzern aber auch die verschreibungspflichtigen Arzneimittel. Wachstumsmarkt war hier vor allem China. „Maßgeblich dafür waren deutliche Zuwächse in China sowie erneut die insgesamt starke Entwicklung unserer Hauptwachstumsprodukte“, sagte Baumann. Mit dem Gerinnungshemmer Xarelto (Rivaroxaban), dem Augenmedikament Eylea (Aflibercept), den Krebsmitteln Stivarga (Regorafenib) und Xofigo (Radium-223) sowie Adempas (Riociguat) gegen Lungenhochdruck setzte Bayer 6,838 Milliarden Euro um – ein wpb. Plus von 13,5 Prozent. Xarelto wuchs in erster Linie durch höhere Umsätze in Europa, China und Kanada (wpb. um 12,8 Prozent), Eylea legte in Europa, Kanada und Japan zu (wpb. um 19,6 Prozent), Adempas verzeichnete vor allem auf dem US-Markt ein Wachstum (wpb. 24,1 Prozent).

Den größten Umsatzzuwachs erzielte das Antidiabetikum Glucobay, dessen Absatz in China besonders stark stieg. Das Multiple-Sklerose-Präparat Betaferon/Betaseron hat hingegen verloren. Erwartungsgemäß wirkten sich zudem vorübergehende Lieferengpässe bei einigen etablierten Produkten wie beispielsweise Adalat und Aspirin negativ auf den Umsatz aus.

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