Drogerieketten

dm verkauft Homöopathika

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Berlin -

Vor drei Jahren scheiterte Pflüger mit einem Antrag, alle homöopathischen Arzneimittel der Apothekenpflicht zu unterstellen. Der Hersteller hatte in seinem eigenen Bestand freiverkäufliche Produkte entdeckt und wollte eine Abwanderung von Teilen des Marktes in die Drogerie verhindern. Jetzt hat dm die ersten Homöopathika ins Sortiment genommen. Die Mischungen kommen von einem Lohnhersteller, der zu einer Apotheke aus dem Großraum Hamburg gehört.

In den dm-Filialen sind unter der Dachmarke „Das gesunde Plus“ drei Dilutionen erhältlich: zwei Komplexmittel – Kreislauftropfen und Hustentropfen – sowie ein Nerven-Tonikum. Lieferanten der Drogeriekette sind Dr. Kleine Pharma und Districon, die beide zur Windstar-Gruppe gehören, sowie die Firma Fitne. Hinter dem Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln steht der Kosmetikhersteller Logocos (Logono, Heliotrop, Sante).

Produziert werden die Mischungen allerdings nicht von den Vertriebsfirmen direkt, sondern von Löns Pharma. Der Lohnhersteller hat seinen Sitz in Buchholz bei Hamburg und war 2005 aus der gleichnamigen Apotheke im selben Ort hervorgegangen.

Löns liefert Arzneimittel, Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte. Auf der Referenzliste stehen Kunden wie Dr. Fischer (Rubax), Strathmann (Po-Ho) und Wulf Rabe (Sedsano). Der Optikkonzern Olympus ließ für seine Endoskopiegeräte das Gleitgel bei Löns produzieren.

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