Prostatakrebs

USA: J&J verliert Zytiga-Patent APOTHEKE ADHOC, 19.01.2018 10:16 Uhr

Berlin - Blockbuster wurde Patent abgesprochen: Ein US-Gericht hat den Weg für Generika von Zytiga (Abirateron) geebnet. Der Originalhersteller Johnson & Johnson (J&J) konnte laut Meldung der Nachrichtenagentur Reuters das von der Arzneimittelbehörde FDA auf 2027 verlängerte Patent nicht halten.

Zytiga zählt mit Erlösen von etwa 2,3 Milliarden Dollar zu den Blockbustern von J&J. Ein Gericht hatte in dieser Woche das Patent für nichtig erklärt. Ein schmerzhafter Verlust für den Konzern – für die Generikahersteller ein Sieg.

Das Zusammensetzungspatent war in den USA jedoch bereits im Dezember 2016 ausgelaufen. Laut Medienberichten wurde mit einem Markteintritt der Generika in diesem Jahr gerechnet. Doch J&J hatte für Zytiga von der FDA eine Patentverlängerung bis 2027 erhalten. Schon damals wurde spekuliert, die Verlängerung sei nicht haltbar.

Die EU-Zulassung wurde 2011 erteilt, vertrieben wird das Arzneimittel von der J&J-Tochter Janssen Cilag. Zytiga ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung von neu diagnostizierten Hochrisiko-metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinomen (mHSPC) bei Männern in Kombination mit einer Androgenentzugstherapie zugelassen.

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