Pharmaindustrie

Russland riegelt den Markt ab

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Russland will offenbar seine eigene Pharmaindustrie stärken: Medienberichten zufolge plant die Regierung, ausländischen Konkurrenten gezielt administrative Steine in den Weg zu legen, um den Marktanteil russischer Medikamente weiter zu erhöhen. Derzeit machen Arzneimittel nationaler Hersteller den Berichten zufolge knapp ein Viertel des Angebots in Apotheken und ein Drittel in Krankenhäusern aus.

Durch schärfere Lizenzverfahren für ausländische Präparate könnte dieser Wettbewerb zu Gunsten russischer Hersteller verzerrt werden. Ebenso könnten Medikamente von heimischen Herstellern in staatlichen Versorgungsprogrammen bevorzugt werden. Den Berichten zufolge sollen ausländische Hersteller zudem künftig gezwungen werden, ihre Mitarbeiter in Russland nach dortigem Recht registrieren zu lassen. Weiteren Zugriff auf den Pharmasektor erhielte die Regierung durch die Gründung einer staatlichen Holding. Doch der Kreml will die eigene Industrie offenbar nicht nur auf dem heimischen Markt schützen, sondern auch deren Expansion ins Ausland mit gezielten Fördergeldern unterstützen.

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