Österreich

Lungen-Check: 20.000 Apothekenkunden untersucht

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Berlin -

Mehr als 20.000 Patienten ließen sich im Rahmen der Aktion „10 Minuten für meine Lunge“ in österreichischen Apotheken durchchecken. Die Apotheker maßen ihre Lungenfunktion und füllten mit den Kunden einen Fragebogen zum individuellen Krankheitsrisiko aus. 

Zwei Wochen lang haben Apotheker in Wien, Niederösterreich, Salzburg und Kärnten das Risiko für Lungenerkrankungen ermittelt. Bis zum 4. Juni lief die Gesundheitsaktion. Mehr als 20.000 Personen haben die Möglichkeit genutzt, um ihr persönliches Risiko für eine Lungenkrankheit ermitteln zu lassen. „Damit haben wir vermutlich die größte und umfassendste Datenerhebung zum Thema Vorscreening von Lungenerkrankungen in Österreich“, so Professor Dr. Michael Studnicka, Vorstand der Universitätsklinik für Pneumologie/Lungenheilkunde am Landeskrankenhaus Salzburg.

Dr. Christian Müller-Uri, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, freut sich über die rege Teilnahme an der Vorsorge-Aktion: Hier sei sichtbar, welchen wichtigen Stellenwert die Apotheken in der Gesundheitsvorsorge hätten. Das Interesse der Frauen an dem Screening war besonders hoch; 63 Prozent Prozent der Teilnehmer waren weiblich.

Die Apotheker untersuchten die Lungen der Kunden mit einem digitalen COPD-Screener, einem Gerät zur schnellen Überprüfung von Risikopatienten für chronische Lungenerkrankungen. Anschließend führten die Pharmazeuten eine Risikobewertung mittels validiertem Fragebogen durch. Nach dem Test informierten sie den Patienten, ob eine ausführlichere Untersuchung durch einen Lungenfacharzt ratsam ist.

Bei 15 Prozent der Teilnehmer war das individuelle Risiko für eine Lungenerkrankung so hoch, dass ein Besuch beim Lungenfacharzt empfohlen wurde. „Wir erhoffen uns von dieser Aktion, dass wir Patienten finden, die zwar spüren, dass sie nicht ganz gesund sind, aber keine therapeutische Betreuung haben. Diese Menschen brauchen dringend eine Spirometrie“, so Studnicka.

Die Aktion wird im Herbst vom 14. bis 20. November 2016 wiederholt. Eine Woche lang kann das Risiko für Lungenerkrankungen in den Apotheken ermittelt und die Lungenfunktion mit einem digitalen COPD-Screener gemessen werden.

Die Vorsorgeaktion wurde von der Österreichischen Apothekerkammer und der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie durchgeführt und von den Firmen AstraZeneca, Menarini Pharma, Boehringer Ingelheim, GlaxoSmithKline (GSK), Johnson & Johnson (J&J), Mundipharma, Novartis und der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK) unterstützt.

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