Pharma-Milliardär: Erweiterter Suizid?

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Berlin - Die kanadische Polizei hat neue Erkenntnisse zum getöteten Pharma-Milliardär Bernard Sherman und seiner Frau Honey veröffentlicht. Der Verdacht lautet erweiterter Suizid.

Im Fall des tot aufgefundenen kanadischen Ehepaars hat die Autopsie ergeben, dass beide an Nackenverletzungen gestorben sind. Dies erklärte die Polizei am Sonntag. Die genauen Todesumstände seien aber weiterhin unklar. Kanadischen Medienberichten zufolge könnte die Art der Verletzungen durch Strangulation verursacht worden sein. Ermittler der Mordkommission übernahmen nach Polizeiangaben die Untersuchung der „verdächtigen“ Todesfälle.

Sherman (75) und seine Frau (70) waren am Freitag in ihrem Haus in Toronto tot aufgefunden worden. Es gebe keine Anzeichen darauf, dass Dritte gewaltsam ins Haus eingedrungen seien, erklärte die Polizei laut einem Bericht der Tageszeitung „Toronto Star“. Man fahnde auch nicht nach Verdächtigen.

Zuvor hatten einige Medien unter Berufung auf ungenannte Polizeiquellen berichtet, die Ermittler überprüften den Fall hinsichtlich eines möglichen Mordes mit anschließendem Suizid. Familienangehörige dementierten dies umgehend. Man sei „geschockt“ und halte es für „unverantwortlich“, dass angeblich Polizeiquellen über Medien eine Theorie verbreiteten, die Familienangehörige, Freunde und Kollegen für unglaubwürdig hielten, erklärten die vier Kinder der Shermans.

Sherman hatte mit dem von ihm seit den 60er Jahren aufgebauten Generikahersteller Milliarden verdient. Unter anderem hielt er ein Drittel der Aktien des Konkurrenten Barr Laboratories, der als erster Hersteller ein Generikum von Lillys Antidepressivum Prozac (Fluoxetin) auf den Markt brachte. Nach Schätzungen des Forbes-Magazine betrug sein Vermögen rund drei Milliarden Dollar. Das Ehepaar mit seinen vier Kindern galt als großzügig und beliebt.

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