Husten, Schnupfen, Heiserkeit 

Erkältung: Ab wann sollte man zum Arzt Alexandra Negt, 09.04.2020 14:36 Uhr

Bei manchen Symptomen sollte prinzipiell ein Arzt aufgesucht werden, auch um eine eventuelle Medikation einzuleiten. Dazu gehören anhaltendes Fieber (über 38,5 Grad), Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Bei diesem Beschwerdebild kann davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um eine reine Erkältung handelt. Eine Erkältung kann den Organismus schwächen, sodass sich weitere Keime leichter im Körper ausbreiten können. So kann sich aus einer einfachen Erkältung eine Sinusitis oder eine Bronchitis entwickeln. Das klassische Leitsymptom einer Nasennebenhöhlenentzündung ist Kopfschmerz beim Bücken. Bei einer Bronchitis wird vermehrt zähflüssiges Sekret, zum Teil gelb oder grün gefärbt, abgehustet. Um eine Besiedlung mit Bakterien zu vermeiden, sollte der Erkrankte frühzeitig Sekretolytika einnehmen. Pflanzliche Präparate wie GeloMyrtol forte können den Schleim sowohl in den oberen als auch in den unteren Atemwegen verflüssigen. Bessern sich die Symptome binnen weniger Tage nicht, so sollten beide Krankheitsbilder ärztlich abgeklärt werden.

Ebenfalls vorsichtig sollten Betroffene bei Stimmverlust sein. Leichte Heiserkeit im Rahmen einer Erkältung ist normal. Die gereizte Schleimhaut kann mit Lutschtabletten befeuchtet werden. Präparate mit Hyaluronsäure bilden einen anhaltenden Schutzfilm auf der geschädigten Schleimhaut, sodass der Hals beruhigt wird. Zusätzlich dazu sollte die Stimme geschont werden. Flüstern ist zu unterlassen, da das absichtliche leise Reden die Stimme zusätzlich angreift. Bleibt die Stimme jedoch ganz weg, so sollte immer an eine Kehlkopfentzündung gedacht werden. Die meisten dieser Entzündungen heilen von selbst aus. Bei einer länger anhaltenden Laryngitis sollte der Arzt einen Abstrich vornehmen, um eine bakterielle Besiedlung auszuschließen.

Sonderfall Corona

In der aktuellen Corona-Krise werde Patienten angehalten bei Erkältungssymptomen nicht zum Arzt zu gehen. Zu den bisherigen Leitsymptomen bei Covid-19 gehören trockener Husten und Atembeschwerden. Insbesondere zu Infektionsbeginn berichten zahlreiche Infizierte von Halsschmerzen. Die Viren lagern sich zu Beginn der Erkrankung im Rachen ab - eine Unterscheidung zwischen einer unkomplizierten Erkältung und einer Covid-19-Infektion ist somit nicht unbedingt möglich. Um eine weitere Verbreitung der Viren zu verhindern, sollen Erkrankte zunächst telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen. Auch die Nummer des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes oder andere Corona-Hotlines können eine erste Einschätzung der Symptome geben.

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