Arzneitees

Abwarten und Tee trinken – aber richtig! Benedikt Richter, 05.04.2019 13:52 Uhr

Da sich frische Pflanzenteile nur zur direkten Verwendung eignen, werden Arzneitees oft in getrocknetem Zustand angeboten. Die Trocknung findet entweder an der Luft oder unter Erhitzung statt, darf aber Wirkstoffe wie ätherische Öle nicht zerstören. Die anschließende Lagerung muss den Schutz des Tees vor Luftfeuchtigkeit und Licht gewährleisten, weshalb Aufgussbeutel oft einzeln eingepackt angeboten werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Tee zuzubereiten. Der Patient sollte stets auf die korrekte Methode hingewiesen werden, da diese erheblichen Einfluss auf Wirksamkeit und Geschmack hat.

Für weiche Pflanzenteile wie Blüten und Blätter wird ein Aufguss (Infus) empfohlen. Die Pflanzenteile werden mit siedendem Wasser aufgegossen und eine gewisse Zeit ziehen gelassen. Tees mit ätherischen Ölen sollten bei diesem Vorgang abgedeckt werden.

Bei härteren Pflanzenteilen wie Wurzeln empfiehlt sich eine Abkochung (Dekokt). Beim direkten Kochvorgang (etwa 15 Minuten lang) lösen sich die Wirkstoffe. Ätherisch-Öl-Drogen sind dafür nicht geeignet, da sich die Öle während des Kochens verflüchtigen.

Da einige Drogen beim Infus oder Dekokt auch unerwünschte Inhaltsstoffe freigeben können, sollten einige mittels Kaltwasserauszug (Mazeration) ausgezogen werden. Dieser Vorgang dauert allerdings einige Stunden bis Tage und tötet keine Keime ab.

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