Mehr Tempo für das E-Rezept

Heinrich: Kampagne mit Apotheken-A?

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Berlin -

Olaf Heinrich meldet sich zurück. Als neuer CEO von Redcare (Shop Apotheke) gab er gegenüber der Wirtschaftswoche zu Protokoll, dass man ohne Aufnahme einer digitalen Lösung für das E-Rezept gegen das Digitalgesetz klagen werde. Und ein Angebot macht er auch.

„Wir behalten uns vor, Klage gegen das Bundesgesundheitsministerium und damit die Bundesrepublik Deutschland zu erheben, wenn der Entwurf so umgesetzt wird wie geplant“, so Heinrich. Was er damit meint, ist nicht ganz klar. Gemeinsam mit DocMorris hat sich sein Unternehmen gerade erst bei der EU-Kommission über die vermeintliche Diskriminierung beim E-Rezept beschwert.

Mit dem Gesetz soll das E-Rezept zum 1. Januar verpflichtend eingeführt werden. Nach wie vor gibt es keine Version, die den Versendern entgegen kommt. Die Gematik-App wird kaum genutzt, der Ausdruck kaum gescannt. Mit der eGK-Version gibt es eine Lösung, die in den Apotheken vor Ort genutzt werden kann. DocMorris hat zwar eine NFC-Version entwickelt, doch die kennen bislang weder Gematik noch Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Fast schon amüsant klingt der Vorschlag, auf eigene Kosten eine neutrale Aufklärungskampagne für das E-Rezept zu initiieren. Immerhin hatten die Versender genau das schon vor zwei Jahren getan – und zwar unter seiner Leitung. „Wir würden die Bundesregierung damit bei der Einführung des E-Rezeptes unterstützen und Aufklärungsarbeit leisten“, so Heinrich gegenüber der Wirtschaftswoche. „Wir würden alle Einlösewege objektiv erklären, und das gerne auch in Zusammenarbeit mit den stationären Apotheken. Ich kann mir sogar vorstellen, in einer solchen Kampagne das rote Apotheken-A zu verwenden.“

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