AKNR: Impfzertifikate erfolgreiche Feuertaufe für E-Rezept

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Berlin - Der zweite Tag, an dem Apotheken digitale Impfzertifikate ausstellen können, neigt sich dem Ende. Perfekt läuft es bei Weitem noch nicht, die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) sieht die Aktion aber bereits jetzt als Erfolg, genauer: als bestandene Feuertaufe für die Telematikinfrastruktur (TI) in den Apotheken. Die Impfzertifikate würden zeigen, dass die Apotheke „auf die Herausforderungen der Digitalisierung bereits sehr gut vorbereitet“ ist, so Kammerpräsident Dr. Armin Hoffmann.

Es ruckelt und hakt streckenweise bei der Ausstellung der digitalen Impfzertifikate, doch bisher liegt es hauptsächlich am DAV-Portal – zumindest nicht an der TI, die bis auf die Notwendigkeit, die eigenen Zugangsdaten zur Anmeldung in das Portal anzugeben, auch gar nicht Teil der technischen Infrastruktur für die Impfzertifikate ist. Die AKNR sieht die Zertifikate dennoch als Bestätigung: „Ihre Feuertaufe hat die neue Technik, mancher Unkenrufe zum Trotz, bei der Ausstellung digitaler Impfzertifikate in vielen Apotheken im Kammerbezirk mit Bravour bestanden.“

Zwar stimme es, dass es am Montag zu einem ruckeligen Start gekommen sei – dass sei bei einer solchen Neuerung aber praktisch abzusehen gewesen. „Deshalb hatten Kammern und Verbände in NRW ja auch vorab an die Menschen appelliert, nicht gleich am Montag die Apotheken zu stürmen“, so Hoffmann. Erneut müssten Apotheken im Zuge der Pandemiebewältigung neben ihrer Hauptaufgabe der Arzneimittelversorgung eine neue Aufgabe sehr kurzfristig übernehmen. „Gerade in Bezug auf das digitale Impfzertifikat weisen wir daraufhin, dass der analoge gelbe Impfausweis weiterhin seine Gültigkeit behält“, hatten die Apothekerverbände und -kammern in NRW vergangene Woche in einer gemeinsamen Mitteilung erklärt.

Zuletzt habe es einen vergleichbaren Ansturm bei den Gratis-FFP2-Masken im Dezember 2020 gegeben. „Die Apotheken haben unglaublich viel geleistet – und Millionen von Menschen mit kostenlosen Masken versorgt.“ Nun sei erstmals das digitale Gesundheitsnetzwerk gefordert gewesen – und das, obwohl die gelben Impfpässe genauso gültig sind wie der QR-Code auf dem Handy. „Insofern haben alle Beteiligten aus dieser Erfahrung wertvolle Erkenntnisse gewinnen können, die den Start des E-Rezepts erleichtern werden.“

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