Zulassung durch die Gematik

Ab Juni: E-Rezept-Einlösung über die TK-App

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Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin -

Bereits mehrfach hat die Techniker Krankenkasse (TK) darauf hingewiesen, bei der Digitalisierung voranzugehen und dafür auch so schnell wie möglich das E-Rezept in der eigenen Versicherten-App einlösbar machen zu wollen. Nun habe man als erste Krankenkasse eine entsprechende Zulassung von der Gematik bekommen. Erste Rezepte über die App könnten bereits im Juni in den Apotheken landen.

Jetzt könne das E-Rezept in die TK-App integriert werden; die Einbindung soll schnellstmöglich erfolgen, „sodass den Versicherten ein weiterer volldigitaler Einlöseweg für ihre Rezepte zur Verfügung steht“, so die TK. Noch im Juni soll dies der Fall sein.

Das Ende März in Kraft getretene Digitalgesetz ermöglicht es den Kassen, nun auch selbst eine E-Rezept-Funktion in den eigenen Apps anzubieten. Anders als beim CardLink-Verfahren werden die E-Rezepte hier direkt in der App angezeigt und nicht erst nach Verifizierung über elektronischer Gesundheitskarte (eGK) und SMS-PIN. So sei ein Einblick auf die eigenen Rezepte schneller und einfacher als beispielsweise mit der Gematik-App möglich. Bevor die Funktion genutzt werden kann, müssen Versicherte aber auch hier eine entsprechende Verifizierung, zum Beispiel mit persönlich zugestellter PIN durchlaufen.

Vier Einlösewege möglich

Bei der DMEA stellte die TK die Demo-Version bereits vor: Das E-Rezept wird ein zusätzlicher Menüpunkt im Bereich von „TK-Safe“, der elektronischen Patientenakte (ePa) innerhalb der TK-App.

 

Nach erfolgreicher Anmeldung können die Versicherten im entsprechenden Bereich sich alle auf Einlösung wartenden E-Rezepte anzeigen lassen und diese an eine Apotheke ihrer Wahl schicken. Dazu muss zunächst der Einlöseweg ausgewählt werden:

  • Möchte man in der Apotheke vor Ort einlösen, wird in der App ein QR-Code generiert, der dann auf dem Handy vorgezeigt werden kann.
  • Beim Reservieren und Abholen kann man den Auftrag an eine Apotheke vor Ort übermitteln.
  • Für „dringende Lieferungen“ kann man sich die Medikamente über den Botendienst der gewünschten Apotheke liefern lassen.
  • Unter „Online bestellen“ erfolgt der „Postversand an die Wunschadresse“, sprich hier wird das Rezept an eine Versandapotheke übermittelt.

Dem Vernehmen nach werde zudem an einer Lösung gearbeitet, die direkt die Verfügbarkeit des benötigten Arzneimittels abfragt. In der Apotheken sollen die Daten dann direkt in die Warenwirtschaft einfließen.

Laut den Download-Zahlen der App müssten bereits mehr als die Hälfte der elf Millionen TK-Versicherten die App nutzen.

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