DAV und ADAS

In der Wawi: ePA soll nutzerfreundlicher werden

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Berlin -

Zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (ADAS) will der Deutsche Apothekerverband (DAV) die Anwendungen zur elektronischen Patientenakte (ePA) für Apotheken nutzerfreundlicher gestalten. Denn je schneller der Umgang mit den neuen Möglichkeiten klappe, umso mehr Zeit bleibe für das eigentlich Wichtige: die Beratung.

Hierzu haben DAV und ADAS im Rahmen des aktuellen ePA-Rollouts eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) vereinbart. Die ePA-Anpassungen lassen nun in den Modellregionen eine noch stärkere Einbindung der Apotheken zu: Sie können Ergänzungen von OTC-Präparaten und Betäubungsmitteln (BtM) vornehmen; der elektronische Medikationsplan (eMP) wird hiermit eingeführt.

„Der DAV versteht sich dabei als fachlicher Impulsgeber im Auftrag der mehr als 16.000 Apotheken, die sich praxisnahe Prozesse und betriebsspezifische Abläufe für den Umgang mit der ePA wünschen“, heißt es vom DAV.

„Die elektronische Patientenakte geht in die nächste Ausbaustufe – und die Apotheken wollen die neue Stufe der Digitalisierung aktiv mitgestalten“, so der DAV-Vorsitzende Dr. Hans-Peter Hubmann. Man wolle gemeinsam nicht nur die Mindestanforderungen an die ePA und den eMP umsetzen. Sondern: „Beide Partner wollen den Apotheken auch einen nutzerfreundlichen und effizienten Umgang mit den Medikationsdaten in der ePA ermöglichen, um diese bestmöglich nutzen zu können.“

Wechselwirkungen erkennen, Dosierungsangaben anpassen

Der eMP könne einfach in den Prozess der Rezeptbelieferung eingebaut werden, so Hubmann, um beispielsweise Wechselwirkungen zu erkennen. „Ein anderes Beispiel ist die aufwandsarme Anpassung der Dosierungsangaben bei einem Medikamentenaustausch aufgrund eines Lieferengpasses, sodass die geänderte Dosierung ohne doppelte Eingabe automatisch in die Medikationsliste und auch in den Medikationsplan übernommen wird.“

Je schneller und praktischer in den Apotheken mit dem eMP gearbeitet werden könne, umso mehr Zeit bleibe für die Beratung, so Hubmann. „Eine individuell auf die Arbeitsprozesse in der Apotheke angepasste Software hilft also nicht nur den Apothekenteams, sondern bringt die Mehrwerte der ePA – wie eine Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit – zu den Menschen.“

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