Delta und Omikron

Long-Covid trotz vollständiger Impfung

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Berlin -

Impfdurchbrüche gehören aktuell zur Pandemie dazu. Die angepassten Impfstoffe sollen spätestens im Herbst zugelassen werden. Auch bei zweifacher oder dreifacher Impfung kann es zur Ausbildung von Long-Covid-Symptomen kommen – doch das Risiko sinkt.

Die Spätfolgen einer Corona-Infektion sind sehr unterschiedlich und auch unspezifisch. Rund 40 Prozent der mit dem Coronavirus infizierten Menschen haben mehr als ein halbes Jahr Long-Covid-artige Symptome. Dies trifft nicht nur Menschen mit schweren Krankheitsverläufen, sondern auch auf solche mit milderen oder sogar asymptomatischen Verläufen zu. Auch dann, wenn diese in der akuten Erkrankungsphase nicht medizinisch behandelt werden mussten.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei vollständig Geimpften mit Durchbruchsinfektionen ab. Die Auswertung einer britischen Kohorte zeigt, dass auch doppelt und dreifach Geimpfte ein Long-Covid-Risiko aufweisen. Die Wissenschaftler:innen konnten zeigen, dass das Risiko der Ausbildung lang anhaltender Symptome bei einer Delta-Infektion um 51 Prozent höher war verglichen mit einer Omikron-Infektion. In die Auswertung wurden nur Personen ab 18 Jahren einbezogen, die mit Vaxzevria, Comirnaty oder Spikevax geimpft wurden.

Delta verursacht häufiger Long-Covid

Die eingeschlossenen Proband:innen wurden nach bestätigter Sars-CoV-2-Infektion nach ihren Beschwerden gefragt. Es wurden alle Long-Covid-Symptome – unabhängig vom Schweregrad – dokumentiert, die vier Wochen nach der Infektion aufgetreten sind. Im Ergebnis zeigte sich, dass doppelt Geimpfte nach einer Delta-Infektion häufiger von Long-Covid Symptomen berichteten als 2-fach Geimpfte, die eine Omikron-Infektion erlitten (15,9 Prozent vs. 8,7 Prozent).

Bereits im März bestätigte eine Studie aus Großbritannien, dass die Corona-Impfung das Risiko, an Long-Covid zu erkranken, deutlich reduzieren kann. In der Untersuchung zeigte sich, dass die geimpften Proband:innen nur in 9,5 Prozent der Fälle ein Long-Covid-Syndrom entwickelten. Bei den Ungeimpften waren es 14,6 Prozent. Bezüglich der verschiedenen Impfstoffe zeigten sich keine Unterschiede.

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