Lambda: Abgeschwächter Immunschutz

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Berlin - Die aktuell vor allem in Südamerika grassierende Coronavariante Lambda könnte den Immunschutz von Geimpften abschwächen. Erste Ergebnisse einer japanischen Studie deuten darauf hin, dass sowohl Geimpfte wie auch Genesene einen schlechteren Schutz gegenüber der Lambda-Variante haben.

In Südamerika ist die Lambda-Variante die vorherrschende Mutation. In Peru gehen fast alle Neuinfektionen auf diese neue „Variant of interest“ zurück. In Europa wurde sie bereits in einzelnen PCR-Proben nachgewiesen – bisher spielt Lambda beim epidemiologischen Geschehen in Europa aber keine große Rolle.

Schlechtere Neutralisation durch Antikörper

Für die Entwicklung der Pandemie ist die anhaltende Wirksamkeit der Vakzine gegenüber neu auftretenden Varianten entscheidend. Die japanische Studie, die auf dem Preprint-Server BioRxiv veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Lambda-Variante zu einem verminderten Impfschutz führen könnte. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass drei Mutationen am Spike-Protein zu einer verminderten Neutralisation durch Antikörper führen könnte.

Ob Lambda infektiöser ist als bisherige Varianten, ist aktuell noch unklar. Die japanischen Wissenschaftler:innen detektierten zwei Mutationen am Spike-Protein, die dazu führen könnten, dass Menschen sich mit dieser Variante leichter anstecken könnten. Sie plädieren darauf, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Einstufung ändert und Lambda in die Liste der „Variants of concern“, also der besorgniserregenden Varianten, aufnimmt.

Die Lambda-Variante, auch C.37 genannt, verbreitet sich aktuell in 29 Ländern – vornehmlich in Südamerika. In Deutschland liegt der Anteil der Variante laut Robert Koch-Institut seit Anfang April bei 0,1 Prozent. Dass neue Varianten schnell zur Vorherrschenden werden können, zeigt sich am Beispiel der Delta-Variante. Von der KW 22 bis zur KW 26 stieg der Anteil der Delta-Variante 8 Prozent auf 74 Prozent an.

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