Totimpfstoff kommt im Januar

Steckbrief: Novavax

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Berlin -

Der Protein-basierte Impfstoff von Novavax ist am 20. Dezember in der EU zugelassen worden. Erste Auslieferungen sollen im Januar erfolgen. Mit Nuvaxovid steht der fünfte Impfstoff zur Corona-Schutzimpfung zur Verfügung. Hier ein Überblick über die Lagertemperaturen, Laufzeiten, enthaltenen Dosen und Nebenwirkungen.

Auch Nuvaxovid muss im Kühlschrank gelagert werden. Bei Temperaturen zwischen 2 und 8 grad ist der Protein-basierte Impfstoff neun Monate lang haltbar. Außerhalb des Kühlschrankes kann das Vial bei maximal 25 Grad bis zu zwölf Stunden gelagert werden. Einmal angestochene Flaschen sind maximal sechs Stunden verwendbar. Aus mikrobiologischer Sicht sollte Nuvaxovid (analog zu allen anderen aktuell zugelassenen unkonservierten Vakzinen) umgehend verbraucht werden. Die Vials sollen auch außerhalb des Kühlschrankes im Umkarton gelagert werden, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10 Dosen pro Vial

Ein Vial enthält 5 ml Dispersion entsprechend zehn Dosen à 0,5 ml. Nuvaxovid wird zweimal im Abstand von drei Wochen intramuskulär gespritzt. Eine Verdünnung vor der Anwendung ist nicht nötig – der Arzt/die Ärztin oder der/die Apotheker:in kann die Dispersion direkt applikationsfertig aufziehen. Vor der Entnahme sollte das Vial sanft geschwenkt werden. Schütteln ist nicht erlaubt. Vor der ersten Entnahme sollte das Vial auf Partikel überprüft werden. Eine leicht gelbliche Opaleszenz entspricht der Spezifikation der Dispersion.

Durch Überfüllung ist die Entnahme von zehn Dosen bei der Verwendung von Totvolumen-armen Spritzen und Kanülen kein Problem. Das Poolen von Restmengen verschiedener Vials ist – analog zu den anderen zugelassenen Impfstoffen – nicht erlaubt. Jede Dosis enthält 5 μg des Sars-CoV-2 Spike Proteins und 50 μg Adjuvans. Dieses setzt sich aus zwei Komponenten zusammen.

Kopfschmerzen und Übelkeit

Zugelassen ist der Impfstoff für Personen ab 18 Jahren. Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Sensibilitätsstörungen und Schmerz an der Einstichstelle, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören weitere Reaktionen an der Einstichstelle mit Rötung und Schwellung sowie Fieber und Schüttelfrost. Die meisten der unerwünschten Ereignisse traten vermehrt nach der zweiten Impfung auf.

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