Erneute Verlängerung

Pflegehilfsmittel: Freie Preiskalkulation bis Ende Juni

, Uhr
Berlin -

Im Dezember konnten letztmalig Desinfektionsmittel, Handschuhe und Masken für den angehobenen Betrag von 60 Euro bestellt werden – seit Januar stehen den Patient:innen nur noch die gewohnten 40 Euro zur Verfügung. Apotheken können die Preise auch über den 31. März hinaus weiterhin frei kalkulieren.

Der GKV-Spitzenverband hat einer erneuten Verlängerung der freien Preiskalkulation für Pflegehilfsmittel zugestimmt. Bis Ende Juni können Apotheken für Handschuhe, Mundschutz & Co. angemessen freie Preise kalkulieren. Durch die Verlängerung soll die ausreichende Versorgung mit Pflegehilfsmitteln weiterhin sichergestellt werden.

Diese Produkte deckt die Pauschale ab

  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind in der Produktgruppe 54 (Hilfsmittelverzeichnis) zu finden. Dazu zählen:
  • saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch
  • Einwegschürzen
  • Einmalhandschuhe; Ausnahme: Einmalwaschhandschuhe
  • Desinfektionsmittel für die Hände
  • Desinfektionsmittel für Flächen; Ausnahme: Produkte zur Wunddesinfektion
  • Mundschutz
  • Fingerlinge

Pflegehilfsmittel werden nicht verordnet, ein Rezept wird daher nicht benötigt. Allerdings muss der Pflegebedürftige selbst, eine beauftragte Person oder ein gesetzlicher Vertreter einen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Abgerechnet wird dann ebenfalls mit der Pflegekasse. Diese kann Artikel auch ablehnen – nicht alle Hilfsmittel werden übernommen.

Da die Pflegekassen beanstanden, wenn Patient:innen mehrfach versorgt werden, empfehlen einige Apothekerverbände die Aushändigung einer Versichertenerklärung. In dieser soll der/die Anspruchsberechtigte/r unterschreiben, dass darüber informiert wurde, dass nur einmalig 40 Euro für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel geltend gemacht werden können und durch Mehrfach- oder Überversorgung entstehende Differenzbeträge an die Apotheke gezahlt werden müssen. Es kommt nämlich vor, dass Desinfektionsmittel, Masken & Co. vom Anspruchsberechtigten über verschiedene Apotheken bezogen werden. Mit der Unterschrift auf der Versichertenerklärung bestätigt der/die Anspruchsberechtigte/r, dass er/sie für die Kosten, die bei Inanspruchnahme mehrerer Leistungserbringer oder Überschreitung des Höchstbetrages entstehen, aufkommt.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Preisforderungen an Krankenkassen
Kartellverfahren gegen Hilfsmittelverbände »
Mehr aus Ressort
GKV: Großhandel soll Tamoxifen bündeln
Tamoxifen: Dreifache Zuzahlung bei Stückelung »
21. und 22. Mai – Jetzt noch anmelden!
APOTHEKENTOUR: „Offenbach, wir kommen“ »
Apotheken können Ausstellung abrechnen
Abgelaufene Impfzertifikate: Abrechnung und Tipps »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Umlautprobleme und Botendienstsorge
E-Rezept: Vor- und Nachteile in der Praxis»
Ärzt:innen warnen vor Zwangseinführung
KV Hessen: Resolution gegen das E-Rezept»
GKV: Großhandel soll Tamoxifen bündeln
Tamoxifen: Dreifache Zuzahlung bei Stückelung»
21. und 22. Mai – Jetzt noch anmelden!
APOTHEKENTOUR: „Offenbach, wir kommen“»
Apotheken können Ausstellung abrechnen
Abgelaufene Impfzertifikate: Abrechnung und Tipps»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»