Hilfsmittelversorgung

Krankenkassen pfeifen Abrechnungsstellen zurück Alexander Müller, 22.04.2013 13:13 Uhr

Berlin - Auf Rezepten für Hilfsmittel muss nicht zwingend ein Versorgungszeitraum angegeben werden. Das hat der GKV-Spitzenverband gegenüber den Datenannahmestellen der Krankenkassen klargestellt. Zuvor war es wegen vermeintlich fehlender Angaben auf den Rezepten schon zu Reibereien zwischen Apothekern und Ärzten gekommen. Jetzt scheint der Streit vom Tisch.

Seit Anfang des Jahres gibt es für die Abrechnung bestimmter Hilfsmittel wie Pen-Nadeln, Kanülen oder Inkontinenzprodukten eine neue technische Anlage, die seit dem 1. April verbindlich gilt. Hintergrund ist eine EDV-Umstellung bei den Krankenkassen, die maschinenlesbare Rezepte voraussetzt.

Neu ist die Angabe eines Versorgungszeitraums mit konkretem Start- und Enddatum. Zuvor wurde der Zeitraum nur in Monaten angegeben. Nach wie vor ist die Angabe aber freiwillig.

Trotzdem hatten einige Kassen nach der Umstellung alle Rezepte an Apotheken zurückgeschickt, auf denen der Versorgungszeitraum nicht ausgewiesen war. Die Apotheker hatten sich in der Folge an den verordnenden Arzt gewandt, um diese zu erfragen.

Das wiederum hatte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KV) auf den Plan gerufen: In einem Schreiben an alle Apotheken im Bundesland hatte die KV klargestellt, dass die Ärzte bei Hilfsmitteln nur konkrete Stückzahlen verschreiben müssten: „Daher gibt es keine Verpflichtung für Ärzte, einen Versorgungszeitraum auf der Verordnung anzugeben“, heißt es in dem Schreib

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