45.000-Euro-Milchpumpen-Retax

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Berlin - Regelmäßig müssen sich Apotheker über unberechtigte Retaxationen der Krankenkassen ärgern. Erst nach aufwändigem Einspruch wird dann gezahlt. Besonders bitter ist das bei hochpreisigen Arzneimitteln. Als ein Apotheker aus Baden-Württemberg eine Retaxation der DAK über fast 45.000 Euro in der Post hatte, musste er zunächst auch einmal schlucken – und dann schmunzeln. Denn die Kasse hatte vollkommen recht.

Eine Kundin hatte in der Apotheke eine Milchpumpe geliehen. Bei der DAK müssen Apotheken – wie bei anderen Kassen auch – nach §302 Sozialgesetzbuch V (SGB) abrechnen. „In diesen Fällen muss die Hilfsmittelpositionsnummer der ausgeliehen Milchpumpe aufgedruckt werden. Soll also nach §302 abgerechnet werden, ist die PZN der Milchpumpe einzugeben“, erklärt der Apotheker.

Mit der Eingabe der Kassennummer werde die Hilfsmittelpositionsnummer angedruckt. Bei der DAK sei die allgemeine PZN für die Miete einzugeben. Daher sei kein automatischer Ersatz durch die Hilfsmittelpositionsnummer erfolgt, so der Apotheker.

In der Theorie ist das keine Kunst, aber in der Praxis unterlaufen natürlich immer mal Fehler: Versehentlich wurde in der Apotheke die eingegebene PZN mit dem Verkaufspreis der Pumpe und den Miettagen multipliziert. Dadurch kam ein Abrechnungspreis von 44.982 Euro zusammen. Da die Apotheke zu einem umsatzstarken Filialverbund gehört, fiel die Summe nicht sofort auf.

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