Entlassrezepte: 4444444 gilt nicht mehr

, Uhr
Berlin -

Um ihren Patienten Entlassrezepte ausstellen können, konnten Klinikärzte bislang eine so genannte Pseudoarztnummer nutzen. Bis zum 30. Juni sollte allen in Krankenhäusern tätigen Medizinern eine Krankenhausarztnummer zugeordnet werden. Die Übergangsfrist wurde daher nicht verlängert. Allerdings empfiehlt der GKV-Spitzenverband den Kassen, für den Zeitraum bis zum 30. September 2020 auf Retaxierungen zu verzichten.

Die Pseudoarztnummer ist auf Entlassrezepten zu finden und besteht aus den Ziffern 4444444 sowie in Position acht und neun aus dem Facharztgruppencode. Zu finden ist diese auf BtM- und T-Rezepten, die im Rahmen des Entlassmanagements ausgestellt werden. In diesem Jahr endet die Übergangsfrist für die Ziffernfolge ein weiteres Mal, denn diese war bereits am 31. März abgelaufen und nur wenig später bis zum 30. Juni verlängert.

„Der GKV-Spitzenverband hatte den DAV informiert, dass er einer Verlängerung der Übergangsfrist zur Verwendung von Pseudoarztnummern auf BtM- und T-Rezepten im Rahmen des Entlassmanagements nicht mehr zustimmen werde“, so der Deutsche Apothekerverband (DAV). „Somit gilt seit dem 1. Juli 2020 für die Ausstellung von BtM- und T-Rezepten im Rahmen des Entlassmanagements die Vorgabe von § 2 Nr. 5 der Anlage 8 des Rahmenvertrages, dass die Verwendung einer Pseudoarztnummer ,4444444′ plus Fachgruppencode bei diesen Verordnungen nicht zulässig ist.“

Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) sollten alle Krankenhausärzte eine Krankenhausarztnummer besitzen. „Das Verzeichnis nach § 293 Absatz 7 SGB V (Krankenhausarztnummernverzeichnis) beinhaltet 179.692 (Krankenhaus-)Arzteinträge mit unterschiedlichen ANR (Stand 1. Juli 2020). Wir gehen davon aus, dass alle Krankenhausärzte eine eigene Krankenhausarztnummer besitzen.“

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Unsicherheiten bei der Abrechnung
LAV warnt vor der Belieferung von E-Rezepten »
Weiteres
Genossenschafts- statt Privatbank
Neuer Vorstandschef für Apobank»
Kein Umverpacken wegen Securpharm
Reimporte: Überkleben bis zur Schmerzgrenze»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»