„Apotheker, benutzt keine gefundenen USB-Sticks“

, Uhr

Merzig - Datenschutz ist ein wichtiges Thema für Apotheken. Sowohl der eigene Betrieb, als auch die Kundeninformationen müssen vor Ausspähung geschützt sein. IT-Comedian Tobias Schrödel hat Apotheker beim Avie-Verbundpartnertreffen auf humorvolle Art auf Sicherheitslücken an Computern hingewiesen. Ein Fazit: Niemals gefundene USB-Sticks an den PC anschließen.

Schrödel weiß, wie Passwörter innerhalb von Sekunden zu knacken sind. Dafür gebe es Computerprogramme, die die vermeintlich geheimen Daten analysierten. „Erstellen sie ein langes Passwort“, rät er. Enthalte das Kennwort zudem Sonderzeichen und sei zwölfstellig, könne es Jahre dauern, bis eine Software die Kombination erkannt habe. Vierstellige Passwörter, die allein aus Buchstaben bestünden, seien dagegen im Schnitt in 2,6 Sekunden geknackt.

Die Alarmglocken sollten angehen, wenn ein USB-Stick in der Nähe der Apotheke auf der Straße liege, so Schrödel. „Das ist die effektivste Methode, um einen Virus einzuschleusen.“ Gefundene Speichergeräte sollten nie an den eigenen Rechner angeschlossen werden. „Geben sie ihn stattdessen an die EDV-Abteilung, dann sind die Schuld.“

In China und Russland gebe es Firmen, die explizit Schadprogramme für USB-Sticks verkauften. „Meine Lieblingsfirma kommt aus Russland. Dort gibt es eine Geld-zurück-Garantie, wenn der Virus nicht richtig funktioniert.“ Der Stick könne auch so programmiert werden, dass er vom PC als Tastatur erkannt werde. „Kein Virenprogramm scannt eine Tastatur“, so Schrödel. Apotheken sollten außerdem den USB-Anschluss an Geräten in Nähe des HV-Tischs verschließen.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
US-Staatsanwälte schreiben an Zuckerberg
Facebooks Umgang mit Impfgegnern»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»