Versicherungsratgeber für Apotheken

, Uhr aktualisiert am 02.05.2015 08:28 Uhr

Jeinsen erklärt seinen Kollegen, dass Apothekenrente, Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Überseeinvestments in Apotheken deplatziert sind. Wichtiger seien Ertragsausfallschutz oder Haftpflichten – nur komme damit so gut wie niemand daher. „Kein Wunder also, dass sich die meisten Versicherungstarife, die man bei Apothekern vorfindet, inklusive der damit zusammenhängenden Risiken und Nebenwirkungen, oft den Jahrgang mit dem Apothekeninventar teilen“, schreibt Jeinsen.

Unter vertrieblichen Aspekten betrachtet sind Apotheken aus Jeinsens Sicht „ein perfektes 'Pflaster'“: „Etwas eigen, aber deswegen auch klar in der Ansprache ; nicht selten mit einigen Versicherungsleichen im Keller und – den Willen dazu vorausgesetzt – durchaus mit hinreichend Liquidität ausgestattet, um erkannte Mängel umgehend zu ändern oder zu heilen.“

Das Klischee, dass alle Apotheker reich sind, sollten sich die angehenden Apothekenspezialisten aber schnell aus dem Kopf schlagen: „Das ist – mit Verlaub – altes Denken, sehr altes Denken“, schreibt Jeinsen. Heute seien Apothekeninhaber, zumindest in einer Immobilienlage zweiter Wahl, meist froh, wenn sie bei der Abgabe an einen Nachfolger neben Warenlager- und Einrichtungswert auch eine Abstandszahlung für den ideellen Wert der Apotheke erhielten.

Lücken im Versicherungsschutz seien ein weiterer möglicher „Rücklagen-Killer“, warnt Jeinsen. Einige der apothekenspezifischen Risiken könnten das dem Apotheker im Alter zustehende Kapital auf einen Schlag schmälern. Diese Risiken stellt er seinen Kollegen – genauso wie interessierten Apothekern – umfassend vor.

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