„Apotheken sind für Datendiebe eine lohnende Quelle“

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Berlin -

Individuelle Anrede und korrekte Kundendaten: Spam-Mails wirken heutzutage so echt wie nie zuvor. Die gefährlichen Schadprogramme können Rechner blockieren und ganze Betriebe lahmlegen. Im Interview erklärt IT-Experte Peter Meyer, wie sich die Technik hinter diesen Softwares verändert hat und warum Apotheker unbedingt einen Fachmann mit dem Schutz ihrer EDV und ihrer Daten beauftragen sollten.

ADHOC: Computerviren und Trojaner: Wie groß ist das Risiko für Apotheken?
MEYER: Für Apotheken gelten im Grundsatz dieselben Verhaltensregeln wie für alle anderen auch: Antivirus-Programme nutzen in Kombination mit einem Spam-Filter – und stets alles aktuell halten. Für Apotheker ist es insbesondere wichtig, dass sie bei IT-Sicherheit nicht an der falschen Stelle sparen und ihre EDV-Systeme professionell betreuen lassen. Apotheken sind für Datendiebe eine lohnende Datenquelle, da auf den Systemen Kundendaten und Rezeptinformationen gespeichert sind. Deshalb sollten Apotheker einen Fachmann beauftragen, auch wenn das etwas mehr kostet. Allein aus Gründen des Datenschutzes gilt hier höchster Standard.

ADHOC: Sind Apotheker besonders gefährdet, weil sie elektronische Kommunikations- und Bestellwege nutzen?
MEYER: Das Bestellen im Internet und der Online-Handel allgemein stellen keine grundsätzliche Gefahr dar, solange man sich an die üblichen Regeln und Empfehlungen hält und das Thema IT-Sicherheit auch in einer Apotheke ernst nimmt.

ADHOC: Werden heute mehr Spam-Mails verschickt als früher?
MEYER: Der Spam-Versand hatte in den letzten Jahren etwas abgenommen, wir können jedoch seit Ende 2015 wieder einen massiven Anstieg erkennen. Mehr als 99 Prozent aller weltweiten Spam-Mails werden aber inzwischen automatisch erkannt, von Spam-Filtern heraus gefiltert und dem Nutzer erst gar nicht zugestellt.

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