Verlängerung: Pseudoarztnummer und Friedenspflicht

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Berlin - Die pandemische Lage hält an. Viele der Corona-Sonderregelungen werden verlängert. Neben mehr Freiheiten bei der Rezeptbelieferung und der Erhöhung der Pflegehilfsmittelpauschale gelten auch weiterhin Pseudoarztnummern und die Friedenspflicht bei fehlenden Dosierungsangaben.

Der 31. März galt bisher immer als Stichtag für die Corona-Sonderregelungen. Danach sollten Lockerungen und Übergangsregelungen den bisherigen Regelungen wieder weichen. Doch die pandemische Lage hält an. Die Infektionszahlen bleiben trotz Lockdown, Tests und Impfungen hoch, sodass die Länder dem „Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen“ Ende März zugestimmt hatten.

Pseudoarztnummer gilt weiterhin

Die Übergangsfrist von Pseudoarztnummern wurde im vergangenen Jahr nicht verlängert. Der GKV-Spitzenverband sprach für die Kassen die Empfehlung aus, für den Zeitraum bis zum 30. September 2020 auf Retaxierungen zu verzichten. Die Friedenspflicht ist somit seit über einem halben Jahr ausgelaufen. Weiterhin nachsichtig sollten die Kassen bei BtM- und T-Rezepten sein. Hier wurde die Verwendung von Pseudoarztnummern im Rahmen des Entlassmanagements bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Apotheken dürfen jedoch nach ärztlicher Rücksprache Arztnummern eigenständig ergänzen. Dennoch kann es auch vorkommen, dass der Arzt keine Krankenhausarztnummer nennen kann. In diesem Fall kann dennoch eine Belieferung erfolgen. Wichtig ist die Dokumentation auf dem Rezept. Ein Vermerk wie „Laut Aussage des Arztes keine Arztnummer vorhanden“ mit Datum und Unterschrift ist notwendig, um eine Retaxierung zu vermeiden.

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