Verbandmittel: Kostenübernahme wird neu geregelt

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„Die Abgrenzung von Verbandmitteln zu sonstigen Produkten zur Wundbehandlung trägt dem Willen des Gesetzgebers Rechnung, die Patientensicherheit und Qualität bei der Wundversorgung zu stärken: Produkte, die eine eigenständige therapeutische Wirkung entfalten, müssen zukünftig vom G-BA auf ihren medizinischen Nutzen hin überprüft werden. Nur wenn sie der Wundheilung nachweislich nutzen, können sie verordnet werden. Verbandmittel bleiben hingegen weiterhin unmittelbar verordnungsfähig“, erläuterte Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Arzneimittel.

Abschnitt P und Anlage Va der Arzneimittel-Richtlinie regeln die Abgrenzung zwischen Verbandmitteln und sonstigen Produkten zur Wundbehandlung. Hier können sich Apotheker:innen und PTA über den Verordnungsstatus des jeweiligen Verbandmittels informieren. In Teil 3 der Anlage Va wird der G-BA über eine beispielhafte Zusammenstellung von Produktgruppen informieren, die als sonstige Produkte zur Wundbehandlung anzusehen sind und demnach erst nach positiver Überprüfung eines eingereichten Antrages erstattungsfähig sind. Aktuell ist die Gruppe unbesetzt.

Aktuell haben Patienten noch das Anrecht auf eine Versorgung mit sonstigen Produkten zur Wundbehandlung – die Kasse muss bis zum Ende der Übergangsfrist zahlen. Der zugehörige Beschluss des G-BA trat am 2. Dezember 2020 in Kraft. Die Übergangsfrist endet ein Jahr später. Danach kann eine Versorgung zulasten der Krankenkasse nur noch erfolgen, wenn die Produkte in die Anlage V aufgenommen wurden.

 

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