Formfehler

Rezeptkorrektur nur mit schwarzem Stift APOTHEKE ADHOC, 27.11.2018 10:48 Uhr

Berlin - Schriftgröße, Kontrast und Farbintensität des Rezeptdrucks sind in der Technischen Anlage 2 zur Vereinbarung über die Übermittlung von Daten im Rahmen der Arzneimittelabrechnung geregelt. Schwarz soll der Aufdruck der Apotheke sein. Auch für die handschriftlichen Ergänzungen der Apotheke ist dies die geforderte Farbe. Der blaue Kuli hat ausgedient.

Die Technische Anlage 2 gibt Aufschluss über die „Anforderungen an die Maschinenlesbarkeit bei handschriftlicher Auftragung in den Apotheken“. Unter Punkt 2.5 Farben heißt es: „Auf der Vorderseite eines Verordnungsblattes sind schwarze Farben zu verwenden. Andere Farben sind unzulässig.“ Heißt im Klartext: Trägt die Apotheke PZN, Faktor und Preis mit der Hand in das Taxfeld ein, muss ein schwarzer Stift verwendet werden. Ergänzt eine Apotheke in Rücksprache mit dem Arzt die fehlende Gebrauchsanweisung einer verordneten Rezeptur oder dokumentiert den Grund für den nicht erfolgten Austausch auf ein Rabattarzneimittel, wird dieser Teil nicht maschinell gelesen und der schwarze Stift ist kein Muss. Verwendung sollte ein dokumentenechter Stift finden.

Für die Maschinenlesbarkeit bei maschineller Beschriftung gelten ebenfalls die Vorgaben der Technischen Anlage 2. So sind die Intensität des Drucks in der Apotheke sowie die Schriftgröße geregelt. Empfohlen werden OCR-Schriften in 10-Punkt-Größe. Bei der Schreibdichte sind 10 oder 12 Zeichen pro Zoll vorgesehen (cpi), bei Hochpreisern ausnahmsweise 15 cpi. Der Kontrast ist wie folgt geregelt: Nur schwarze Schrift ist zulässig, beim Aufdruck soll ein Druckkontrast von mindestens 55 Prozent PCS erreicht werden. „Hierzu ist das Farbband rechtzeitig auszuwechseln, wenn visuell die Farbe als ‚schwarz‘ nicht erkannt wird. Der PCS-Wert ergibt sich nach folgender Formel: Papierreflexion – Farbreflexion: Papierreflexion x 100“, gibt die Technische Anlage vor. Schwarz ist die allgemeine Schriftfarbe auf Verordnungen.

Vorgeschrieben ist auch die Reihenfolge der Pharmazentralnummern. Die Apotheke soll die PZN „in der Reihenfolge der Verordnung des Arztes“ auf das Verordnungsblatt aufdrucken.

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