Entlassmanagement

Retax-Falle: Entlassrezept

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Berlin -

Am Sonntag ist es so weit, das „Bürokratiemonster“ Entlassmanagement tritt in Kraft. Apotheken und Krankenhäuser stehen vor einer großen Herausforderung. Kurz vor dem Start sind noch nicht alle Hürden genommen und die Angst vor einem Regress groß. Das müssen Apotheken beachten.

So sieht das Rezept aus
Klinikärzte nutzen für das Entlassrezept das Muster-16-Formular und müssen dieses entsprechend kennzeichnen. Das rosa Rezept muss mit dem Aufdruck „Entlassmanagement“ gekennzeichnet sein, um es von den ambulanten Verordnungen unterscheiden zu können.

Verordnen können Klinikärzte mit abgeschlossener Facharztausbildung. Eine Lebenslange Arztnummer (LANR) besitzen sie nicht, eine Krankenhausarztnummer wird es voraussichtlich 2019 geben. So lange wird eine Pseudoarztnummer auf das Rezept gedruckt. Diese besteht aus 4444444 und in den Ziffern acht und neun aus dem Facharztgruppencode und ist im Feld der Arztnummer aufzubringen. Zudem muss die versorgungsspezifische Betriebsstättennummer (BSNR) des Krankenhauses aufgedruckt werden, diese wird nach Antrag von der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) erteilt. Die Rezeptausstellung erfolgt am Entlassungstag. Für den „Vertragsarztstempel“ gelten die regionalen Vereinbarungen.

Das darf verordnet werden
Klinikärzte dürfen neben Arzneimitteln auch Heil-, Verbands- und Hilfsmittel, Soziotherapie und häusliche Krankenpflege rezeptieren sowie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für sieben Tage feststellen. Arzneimittel dürfen nur in der kleinsten im Handel verfügbaren Packungsgröße gemäß Packungsgrößenverordnung rezeptiert werden. N2 oder N3 dürfen nicht beliefert werden. Zudem ist bei der Abgabe der Rabattvertrag der Krankenkasse zu beachten.

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