Apo-Tipp

Fresh-up: Betäubungsmittel-Vernichtung APOTHEKE ADHOC, 09.09.2019 14:25 Uhr

Berlin - Verfallene, zurückgerufene oder in Folge einer Falschabgabe nicht mehr verkehrsfähige Arzneimittel, die unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) fallen, verlangen eine besondere Vernichtung und Entsorgung. Diese muss gemäß den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) ablaufen

Die Regelungen zur bestimmungsgemäßen Vernichtung sind in §16 BtMG geregelt. Hier ist festgelegt, dass die nicht mehr verkehrsfähigen Betäubungsmittel (BtM) auf Kosten des Eigentümers und in Gegenwart von zwei Zeugen zu vernichten sind. Zur Vernichtung muss eine Vorgehensweise gewählt werden, welche eine auch nur teilweise Wiedergewinnung der Betäubungsmittel ausschließt und den Schutz von Mensch und Umwelt vor schädlichen Einwirkungen gewährleistet.

Der Vorgang der Vernichtung muss dokumentiert werden. Für das Vernichtungsprotokoll gibt es zwar kein vorgeschriebenes Formular – dennoch sollten folgende Angaben enthalten sein:

  • Name, Bezeichnung und Menge des Betäubungsmittels
  • Datum der Vernichtung
  • anwesende Personen und deren Unterschrift

Zudem wird empfohlen festzuhalten, woher das BtM stammt, sprich ob die Packungen aus dem Patienten- beziehungsweise Krankenhaus-, Altenheimbestand oder eigenen Apothekenbestand sind. Das entsprechende Vernichtungsprotokoll muss für drei Jahre aufbewahrt werden.

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