Entlassrezept: N1 oder kleiner

, Uhr

Berlin - Kleinste Packungsgröße ausreichend: Klinikärzte dürfen im Rahmen des Entlassmanagements Rezepte zu Lasten der Kassen ausstellen. Werden Patienten an einem Freitag oder vor einem Feiertag entlassen, besteht weiterhin die Möglichkeit, den Bedarf zur Überbrückung bis zum Arztbesuch mitzugeben. Wird jedoch eine Verordnung ausgestellt, darf diese nur über die Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen erfolgen.

Gemäß § 39 Absatz 1a Sozialgesetzbuch (SGB) V gilt: „Bei der Verordnung von Arzneimitteln können Krankenhäuser eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen gemäß der Packungsgrößenverordnung verordnen“. Außerdem ist die Abgabe einer kleineren Packung zulässig. Zudem muss der Rabattvertrag der Kasse beachtet werden. N2 oder N3 dürfen nicht beliefert werden, es sei denn es handelt sich um die Packung mit dem kleinsten definierten Packungskennzeichen.

In der Praxis bedeutet das: Ist eine N1-Packung verordnet, kann diese auch geliefert werden. Ist eine N2-Packung rezeptiert und diese als kleinster Normbereich definiert, gilt es diese zu liefern, ist jedoch eine kleinere Packung im Handel – N1 oder kleiner – hat diese Vorrang. Gleiches gilt analog für eine Verordnung einer Packung der Normgröße 3.

Ist also die kleinste definierte Packung nicht im Handel, darf die nächstgrößere Packung abgegeben werden. Der Apotheker muss in diesem Fall den Abgabegrund auf dem Rezept dokumentieren und abzeichnen sowie das Sonderkennzeichen 06460731 aufdrucken.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres