Akutversorgung

BTM-Rezept: Im Notfall Rosa APOTHEKE ADHOC, 13.10.2017 09:08 Uhr

Berlin - Rezepte über Betäubungsmittel (BtM) müssen nicht immer „gelb“ sein. In Ausnahmefällen darf die Verordnung auf einem „normalen Rezeptformular“ ausgestellt werden. Das Vorgehen regelt die Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV).

Fehlt dem Arzt beispielsweise im Notdienst ein BtM-Formular, erlaubt die BtMVV im § 8 Absatz 6 eine „Notfall-Verschreibung“. Diese kann sowohl auf einem Muster-16-Formular als auch auf einem Privatrezept ausgestellt sein. Der verordnende Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt muss das Rezept jedoch mit dem Zusatz „Notfall-Verschreibung“ kennzeichnen. Für Substitutionsmittel ist eine „Notfall-Verschreibung“ nicht zulässig.

Erhält die Apotheke eine derartige Verordnung, muss unverzüglich mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden, um ihn über die Belieferung zu informieren. Dies sollte „möglichst vor der Abgabe des Betäubungsmittels“ erfolgen. Apotheken dürfen die Verordnung jedoch nicht beliefern, wenn der Zusatz „Notfall-Verordnung“ fehlt oder das Rezept „vor mehr als einem Tag ausgefertigt wurde“, so die BtMVV. Der Verschreibende ist verpflichtet, unverzüglich eine gültige Verordnung auf einem BtM-Formular in der abgebenden Apotheke nachzureichen. Das Rezept ist mit dem Buchstaben „N“ zu kennzeichnen. Das Schriftzeichen steht für das Nachreichen einer notfallbedingten Verschreibung.

Apotheken dürfen die mit dem Buchstaben „N“ gekennzeichnete Verordnung nicht beliefern. Die im Notfall ausgestellte Verschreibung verbleibt in der Apotheke und muss mit dem in der Apotheke verbleibenden Teil der nachgereichten Verordnung dauerhaft verbunden und dokumentiert werd

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