09999011 war gestern: Diese PZN gelten für Rezepturen

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Berlin - Rezepturen müssen entsprechend Technischer Anlage zur Vereinbarung über die Übermittlung von Daten im Rahmen der Arzneimittelabrechnung gemäß § 300 Sozialgesetzbuch (SGB V) abgerechnet werden. Der Großteil wird über die PZN 09999011 in Rechnung gestellt. Es gelten jedoch zahlreiche Sonderfälle – und für Cannabis-Rezepturen seit 1. April neue Vorgaben.

Unverarbeitete Abgabe
Werden Rezeptursubstanzen in der Apotheke abgefüllt und unvermischt abgegeben, müssen diese unter Verwendung der PZN 06460702 zulasten der Kasse abgerechnet werden. Hierbei handelt es sich um eine neu eingeführte PZN. Diese kann beispielsweise beim Abfüllen von Zinkoxidschüttelmixtur aufgedruckt werden. Eine Ausnahme gilt für das Abfüllen von Cannabis-Blüten. Hier müssen Apotheken die PZN 06460694 verwenden, die eigens für die Blüten festgelegt wurde.

Rezeptur
Für Rezepturen nach § 5 Absatz 3 Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) gilt die PZN 09999011. Hier sind die üblichen Zubereitungen wie Salben, Zäpfchen, Cremes, Pulver, Suspensionen oder Teemischungen aufgelistet; parenterale Lösungen finden sich dagegen in Absatz 6. Das Sonderkennzeichen galt früher auch für ungemischte Rezeptursubstanzen. Dies gehört jedoch der Vergangenheit an.

Cannabis-haltige Rezepturen
Cannabis-haltige Zubereitungen wie beispielsweise Dronabinol-Kapseln oder öligen Dronabinol-Tropfen werden unter Verwendung verschiedener Sonder-PZN abgerechnet. Für Cannabisblüten in Zubereitungen gilt neuerdings die 06460665, für unverändert abgefüllte die 06460694. Cannabinoid-haltige Stoffe oder Fertigarzneimittel in Zubereitungen sind unter Aufdrucken des Sonderkennzeichens 06460748 abzurechnen, Cannabinoid-haltige Stoffe, die in unverändertem Zustand abgefüllt werden, mit der 06460754.

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