Krebserkrankungen

Magenkrebs: Wenn die Mitte des Körpers erkrankt Alexandra Negt, 15.01.2020 14:26 Uhr

Berlin - Pro Jahr erkranken in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) etwa 17.000 Personen an Magenkrebs, davon rund 9300 Männer. Seit einiger Zeit ist ein stetiger Rückgang der Erkrankungs- und Sterberaten zu beobachten. Grund hierfür sind steigende Hygienestandards und eine allgemein gesündere Ernährungsweise. Betroffene geraten schnell in eine Mangelernährung.

Maligne Tumore des Magens entwickeln sich meist in der Magenschleimhaut. Sie gehen fast immer vom Drüsengewebe aus. Man spricht daher auch von Adenokarzinomen (Adenom: Geschwulst aus Schleimhaut oder Drüsengewebe). Viel seltener sind Tumore des lymphatischen Gewebes im Magen, diese werden als MALT-Lymphome bezeichnet.

Risikofaktoren

Für die Entstehung von Magenkrebs gibt es verschiedene Risikofaktoren. Als Hauptfaktor gilt eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Bis zu 10 Prozent der Karzinome werden einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus zugeschrieben. Rauchen und der übermäßige Verzehr von Alkohol steigern ebenfalls das Risiko. Auch eine einseitige Ernährung kann die Entstehung von Tumoren begünstigen: Ein hoher Verzehr von verarbeiteten Fleischwaren, insbesondere von gepökeltem und geräuchertem Fleisch, gilt als risikoreich.

Sind Verwandte ersten Grades an Magenkrebs erkrankt, steigert dies das Erkrankungsrisiko um das Zwei- bis Dreifache. Erbliche Syndrome und das Vorliegen einer perniziösen Anämie können das Risiko ebenfalls erhöhen.

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