Dellwarzen, Stielwarzen, Dornwarzen

Warzen: Lästig, aber meist harmlos

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Berlin -

Die gutartigen Hautwucherungen können an verschiedenen Körperstellen wachsen und werden  – mit Ausnahme der Alterswarzen – durch Viren verursacht. Sie können in jedem Alter auftreten, sind jedoch bei Kindern und Jugendlichen am häufigsten. Abhängig davon, welcher Virustyp für die Infektion verantwortlich ist und wo er sich ansiedelt, entwickeln sich morphologisch unterschiedliche Warzenarten.

Warzen lassen sich je nach Ursache und Erscheinungsbild in verschiedene Gruppen aufteilen:

Gemeine Warzen (Verrucae vulgares)

  • häufigste Form von Virus-Warzen
  • auch als vulgäre Warze, Haut- oder Stachelwarze bezeichnet
  • überall am Körper, häufig jedoch Füße und Hände
  • stecknadel- bis erbsengroß
  • keine Druckschmerzen, kein Juckreiz
  • Behandlung mittels Vereisung mit flüssigem Stickstoff
  • Behandlung mittels Salicylsäure
  • seltener Behandlung mittels Lasertherapie

Pinselwarzen (Verrucae filiformes)

  • Sonderform der gemeinen Warze
  • langer, fadenförmiger Stiel
  • besonders bei älteren Menschen im Gesicht oder Hals
  • manchmal tritt Juckreiz auf
  • Verletzungsgefahr beim Waschen, Rasieren oder Abtrocknen
  • werden als kosmetisch störend empfunden
  • Behandlung mittels Vereisen, Lasertherapie oder Säure

Dornwarzen (Verrucae plantares)

  • wachsen im Unterschied zu gewöhnlichen Warzen nach innen
  • auch als Plantar- oder Stechwarzen bezeichnet
  • in der Regel an der Fußsohle oder zwischen den Zehen
  • reichen meist tief in die Unterhaut
  • können recht schmerzhaft sein
  • Ansteckung durch humane Papilliom-Viren
  • häufig durch Schwimmbäder oder gemeinsam benutzte Schuhe/Socken
  • Behandlung durch Vereisen, Säurebehandlung, „Verbrennen" mit Strom, Laserbehandlung, chirurgisches Abtragen
  • Behandlung erfordert Geduld und ist langwierig

Flachwarzen (Verrucae planae juveniles)

  • wenig erhabene Warzen im Gesicht oder an den Händen
  • auch Planwarzen genannt
  • gelegentlich auch an anderen Körperstellen
  • Kinder und Jugendliche am häufigsten betroffen
  • Auslöser sind Papillom-Viren
  • geschwächtes Immunsystem begünstigt Infektion
  • Gefahr des Aufkratzens bei Kindern
  • Bildung neuer Warzen entlang Kratzspur
  • harmlos, verschwinden oft allein wieder
  • Behandlung möglich mittels Vitamin-A-Säure, Salicylsäure, Vereisung, Lasertherapie, oder Verbrennung durch Strom

Dellwarzen (Mollusca contagiosa)

  • keine echten Warzen trotz des Namens und ähnlichem Aussehen
  • Auslöser ist das Molluscum-contagiosum-Virus
  • treten meist in Gruppen auf
  • bei Erwachsenen häufig im Genitialbereich
  • bei Kindern eher Gesicht, Achseln oder Hals
  • enthalten infektiöses Sekret
  • Ansteckung durch Schmierinfektion
  • aufgeweichte Haut, Wunden, Pilzinfektionen und Neurodermitis begünstigen Infektion
  • verschwinden häufig allein, in wenigen Fällen dauert Infektion sehr lange
  • Behandlung mittels Salicyl- oder Vitamin-A-Säure
  • je nach Körperregion auch chirurgisches Abtragen möglich
  • Irritationsbehandlung möglich: Durch reizende Flüssigkeit entzündet sich Hautregion um Dellwarze, heilt somit schneller ab

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