Betäubungsmittelabgabe

Fresh-up: Substitution & Take-home APOTHEKE ADHOC, 19.12.2019 14:31 Uhr

Berlin - Die Abgabe von Betäubungsmitteln (BtM) verlangt Apothekenmitarbeitern immer ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit ab. Die Substitutionstherapie stellt innerhalb der Betäubungsmittelabgabe nochmal ein gesondertes Feld dar. Die Drogenersatzmittel können dabei entweder im Sichtbezug genommen oder – wenn der Therapieverlauf es zulässt – zur eigenverantwortlichen Einnahme mitgegeben werden. Bei der Substitution muss jedoch so oder so einiges beachtet werden.

Eine Einnahme der Substitutionsmittel außerhalb des Sichtbezugs ist grundsätzlich nur möglich, wenn die Substitutionspatienten regelmäßige Arztkonsultationen wahrnehmen – das bedeutet, sie werden einmal pro Woche vorstellig. Voraussetzung ist außerdem die abgeschlossene Einstellungsphase. Ebenso muss ein Beikonsum von Drogen ausgeschlossen werden. Erst dann können Ärzte das Substitut im Take-home-Bedarf verordnen.

Grundsätzlich ist bei solchen Rezepten die Verordnung für einen Zeitraum von sieben Tagen zulässig. In begründeten Einzelfällen kann auch die Menge für bis zu 30 Tage rezeptiert werden. Die Rezepte sind mit den Buchstaben „S“ und „T“ zu kennzeichnen. Der substituierende Arzt händigt dem Patienten das Rezept aus, das er dann in einer Apotheke seiner Wahl einlösen kann.

Wird das Substitut nicht für den Take-home-Bedarf ausgehändigt, sondern muss unter Sichtbezug verwendet werden, gibt es klare Regeln: Denn in diesem Fall haben die Patienten keine freie Apothekenwahl. Für den Sichtbezug muss zwischen Arzt und Apotheke zwingend eine entsprechende Vereinbarung getroffen werden, die in schriftlicher oder elektronischer Form vorliegt. Apotheken sind jedoch grundsätzlich nicht zum Sichtbezug verpflichtet – es handelt sich hierbei um eine freiwillige pharmazeutische Dienstleistung.

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