Update: Gefälschte Impfpässe | APOTHEKE ADHOC
Immer schwerer erkennbar

Update: Gefälschte Impfpässe

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Berlin -

In ganz Deutschland kommt es wieder zu Meldungen, dass gefälschte Impfpässe auftauchen. Ob nun online oder aus dem Fitnessstudio – die gefälschten Dokumente gelange auf ganz unterschiedliche Weise an den Mann oder die Frau. Mit der Zeit haben sich die Fälschungen verändert. Hier ein Update und ein Download zur Erkennung der falschen Pässe.

Wer die Fälscher sind, ist selten bekannt. Den gelben Pass erhält man im Internet – die Chargensticker werden selbst gedruckt. In die Hände spielt den Fälschern, dass zu Beginn der pandemischen Impfung keine Etiketten ab Werk mitgeliefert wurden und die Impfzentren und Arztpraxen mittels Etikettenbogen selbst ausgedruckt haben. Die Chargen der angeblich verwendeten Dosen existieren dabei meistens tatsächlich – zahlreiche Impfpässe wurden im Internet und den sozialen Medien veröffentlicht, sodass Fälscher sich die korrekten Ziffernfolgen notieren konnten.

Dabei sind die Kriminellen in einigen Fällen näher an den Impfungen dran, als zunächst vermutet. So gerieten auch Mitarbeitende von Impfzentren, Ärzte oder Apothekenmitarbeiter:innen ins Sperrfeuer. In diesen Fällen ist es kaum möglich ein Original von einer Fälschung zu unterscheiden.

Keine Ausstellungspflicht

Die Kammern weisen ihre Mitglieder erneut darauf hin, dass Impfpassfälschungen ein Problem sind. Auch die Berliner Apothekerkammer warnte diese Woche vor den wieder gehäuft auftretenden Fälschungen. „Haben die Menschen mit Fake-Impfpässen erstmal das digitale Zertifikat in der Hand, stehen ihnen Tür und Tor zu Veranstaltungen offen.“ Sollten auch durch ein Gespräch mit dem/der Kund:in Zweifel bestehen bleiben, so äußert sich die Kammer ganz klar: „Wenn Zweifel bestehen (bleiben), stellen Sie das digitale Zertifikat nicht aus!“

Apotheken haben beim Ausstellen des Impfzertifikates keinen „Kontrahierungszwang“ – es kann an den Arzt/die Ärztin verwiesen werden.

Neben den grundlegenden Merkmalen, wie dem korrekten Impfabstand und der fehlerfreien Ausstellung müssen Apotheker:innen und PTA auch zunehmend auf Details achten. So wurden Ärzt:innen im Impfzentrum beispielsweise angehalten, zusätzlich zu ihrem Kürzel mit ihrem Nachnamen zu unterzeichnen. Bei Fälschungen findet sich jedoch oftmals kein Name. Auch die Tackernadeln sollten bei Verdacht auf Fälschung überprüft werden. Es sind Fälle bekannt, in denen eine „Original-Impfseite“ aus einem zweiten Pass in die Fälschung eingelegt wurde. Ein weiteres Indiz: Passt der Stift der Arztunterschrift zum datierten Impftag? Hier kann es zu Abweichungen der Farben oder Stärken kommen.

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